Die Immunkraft im Auge behalten
16. Mai 2026Mit Holunderblüten fördern
Hoffentlich haben Mensch und Pflanze die so genannten Eisheiligen gut überstanden! War bis vor kurzem die große Trockenheit ein Thema im Wald, auf den Feldern und in den Gärten, so stellen derzeit zusätzlich die kühlen Temperaturen vor der Haustür je neu eine Herausforderung dar. Wie auch immer: wer auf seine Gesundheit und die damit verbundene Immunkraft schaut, geht getroster auf den Sommer zu. Dabei steht uns übrigens eine bewährte Heilpflanze gut an. Es ist der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) vor dem schon unsere Vorfahren den Hut gezogen haben. Er siedelt sich gern im Umfeld von Städten und Dörfern an. In seinen rahmweißen, duftenden Blütendolden sind Inhaltsstoffe eingelagert, die den ganzen Organismus mit seinen lebensnotwendigen Vollzügen unterstützen. Dazu zählen ätherisches Öl, Glykoside, Flavonoide und organische Säuren. Es gibt verschiedene Weisen, um die Holunderblüten aufzubereiten, damit sie der Gesundheit zuträglich sind. Im heutigen Tipp möchte ich dazu raten, sich zu Hause noch vor dem Endspurt in Richtung Schulschluss bzw. Urlaubszeit eine angenehme Anwendung zu gönnen, die auch dazu einlädt, die Seele zur Ruhe zu bringen. Besitzt jemand eine Badewanne innerhalb der eigenen vier Wände, so ist es gar nicht schwer, ein allgemein wirksames Kräuterbad durchzuführen. Immerhin profitiert unsere Immunkraft davon, die ihrerseits niemals auf Urlaub gehen sollte.
Ein Bad zur Gesunderhaltung
100 g getrocknete Holunderblüten zuerst mit ca. 2 Liter kochendem Wasser überbrühen. Dann 1 Stunde lang zugedeckt ziehen lassen. Nach dem Abseihen ins warme Badewasser gießen. In die Wanne steigen und 20 Minuten darin relaxen. Währenddessen nimmt die Haut die guten Wirkstoffe des Holunders entgegen. Diese Anwendung steigert die allgemeine Immunkraft, was den Körper auch in den warmen Monaten des Jahres länger gesund erhält. Einmal pro Woche anwenden.

Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum