Den Oberbauch stärken

15. Mai 2026

Mit der Kraft des Flieders

Kräuter haben nicht nur eine gute Wirkung auf unseren Leib. Sie sind ebenso dazu angetan, um uns in seelischen Befindlichkeiten zur Seite zu stehen. Je nach Stimmungslage oder der nervlichen Anspannung ist es also ratsam, hierauf rechtzeitig zu achten und manch pflanzliche Hilfe in Erwägung zu ziehen. Um sich nun bei Beschwerden im Bereich des Oberbauches weiterzuhelfen, ist es möglich, auf den Gemeinen Flieder (Syringa vulgaris) zurückzugreifen. In der Zusammensetzung seiner Inhaltsstoffe stechen vor allem die Bitterstoffe hervor, die wir bei vielen gesundheitlichen Anliegen abrufen können. Im menschlichen Oberbauch – damit ist der Bereich zwischen den Rippen und dem Nabel gemeint – ist einiges angesiedelt, was die Verdauung vollzieht und für die Entgiftung des Körpers sorgt. Aus verschiedenen Gründen können sich dort vorübergehend leichte Schmerzen einstellen oder sich ein mulmiges Gefühl bemerkbar machen. Wer hier um die Ursachen weiß, zu denen eine Magenverstimmung zählen kann, darf dann auch mit einer pflanzlichen Hilfe vorgehen, die in Form einer begleitenden Maßnahme vollzogen wird. Vom Flieder lassen sich jetzt die Blüten abpflücken, die man anschließend vom Stängel zupft und zum Trocknen auflegt. Mit dieser Droge ist es in weiterer Folge möglich, einen Aufguss anzurichten und zu trinken. Hermann-Josef Weidinger hat bereits in seinen Schriften dazu geraten und gleichzeitig gute Erfahrungen damit gemacht.

Aufguss als Tonikum

2 Teelöffel von getrockneten Blüten des Flieders mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrühen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Von diesem Tee können tagsüber 2 bis 3 Tassen getrunken werden, um bei einem Unwohlsein im Bereich des Oberbauches eine konkrete Hilfestellung auf den Weg zu bringen. Gewiss ist dies nur all jenen angeraten, die auch eine Verträglichkeit gegenüber dem blühenden Flieder aufweisen.

Gemeiner Flieder (Syringa vulgaris)© Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum