Den Haarschuppen Herr werden

8. Mai 2026

Mithilfe des Borretschs

Die Körperpflege ist wohl das ganze Jahr über ein Thema. Schließlich dient sie neben unserem Wohlgefühl auch der Gesundheit, wenn wir uns im rechten Maß um unseren Bruder Leib kümmern. Heute möchte ich bei meinen Überlegungen den Kopf mit seiner Haarpracht ansteuern und dabei die leidige Schuppenbildung auf der Haut der obersten Etage ansprechen. Dazu lässt sich u. a. der Borretsch (Borago officinalis) heranziehen. Dieses Raublattgewächs eignet sich in erster Linie für äußerliche Anwendungen. In ihm sind Schleim- und Gerbstoffe sowie auch Saponine und Kieselsäure enthalten. Um diese Substanzen an den Mann bzw. an die Frau zu bringen, können wir darangehen, sich zusätzlich eines qualitätsvollen Essigs zu bedienen, der wohl bei den meisten in der Küche bereitsteht. Bei vielen Kräuterliebhabern hat sich der Borretsch im Garten ohnehin angesiedelt bzw. wird sogar auf einem eigenen Beet gezogen, um auch den Bienen reichlich Nahrung anbieten zu können. Wachsen die Pflanzen also direkt im grünen Paradies vor der Haustür, so ist es naheliegend, sich daraus ein Hausmittel herzustellen, das gezielt auf dem Kopf landen soll. Denn immer wieder merken wir, wie etwa nach dem Duschen der Haarboden austrocknet und sich die bereits angesprochenen Hautschuppen bilden. Um diesem Umstand mit pflanzlicher Kraft zu begegnen, habe ich hier einen konkreten Tipp parat.

Verdünnter Kräuteressig zum Waschen

Vom Borretsch zuerst ein paar Blütenzweige frisch abschneiden und in eine leere Literflasche einführen. Danach mit Apfelessig auffüllen, so dass die Pflanzenteile gut bedeckt sind. Beides zusammen 8 Tage lang verschlossen auf der Fensterbank stehen lassen. Danach abseihen, in braune Fläschchen füllen und kühl lagern. Für die Haarwäsche genügend warmes Wasser mit 2 bis 3 Esslöffel voll Borretschessig ergänzen. 2-mal pro Woche die Haare damit waschen. Das hilft mit, die Hautstruktur des Haarbodens zu festigen und so einer Schuppenbildung entgegenzutreten.

 

Borretsch (Borago officinalis) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum