Wenn der Rücken schmerzt
7. Mai 2026Die Weinraute in Öl ansetzen
Wer seinen Garten liebt und ihm besondere Aufmerksamkeit schenkt, wird sicher auch die Zeit investieren, um die Ecke mit den Kräuterbeeten mit interessanten pflanzlichen Individuen zu bestücken. Mein Rat hierfür: vergessen Sie dabei auf die Weinraute (Ruta graveolens) nicht, die sich u. a. in den Dienst eines schmerzenden Rückens nehmen lässt. Während ihrer Blütezeit liefert dieses Heilkraut zudem den Bienen einen wertvollen Nektar. Sobald die Pflanze ihre volle Wuchshöhe erreicht hat, sind die Blätter von naturheilkundlichem Interesse. Für den Gebrauch als Hausmittel trägt dieses Gewächs nämlich etwas zu unserem vermehrten Wohlbefinden bei. Der in der Weinraute vorhandene Gehalt an ätherischen Ölen, Cumarinen und Flavonoiden wirkt sich über die Haut positiv auf die darunter liegenden Partien unserer Physis aus. Unser Rücken meldet sich bei nicht wenigen leider öfter „zu Wort“ als uns das lieb ist. In vielen Berufen gilt es lange zu sitzen oder zu stehen, was vor allem die Wirbelsäule und die daran angeschlossenen Muskelzonen belastet. Die Schmerzen in diesem Bereich fordern den Betroffenen vieles ab. Daher ist es angesagt, diesen widrigen Umstand erträglicher zu machen. Aus diesem Grund möchte ich heute vorschlagen, schon jetzt zu Beginn der Pflanzsaison im Garten vorausschauend an das Bereitstellen des aufbereiteten Weinrautenkrautes zu denken.
Ansatz für eine Einreibung
15 bis 20 g getrocknete Rautenblätter in ein weißes Glasgefäß geben und mit 1/4 Liter kaltgepresstem Öliven- oder Mandelöl übergießen. Gut durchrühren, dann verschließen und 14 Tage an einem sonnigen Fensterplatz stehen lassen. Zum Schluss abseihen und in handliche Fläschchen füllen. Lichtgeschützt und kühl lagern. Bei Rückenschmerzen oder verspannten Muskelpartien den Weinrauten-Ölauszug ein paar Mal am Tag auf den betroffenen Zonen dünn auftragen und sanft einmassieren. Das trägt dazu bei, sich am Rücken wieder ein gutes Stück wohler zu fühlen.

Weinraute (Ruta graveolens) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum