Grünes Kraftkraut

4. Mai 2026

Der Gartenkerbel fördert die Gesundheit

Ganz gerne vergleiche ich das Frühjahr mit einem Schulbeginn. Das Klassenzimmer, in das Menschen jedweden Alters gerufen werden, ist nichts anderes als die von Neuem keimende und wachsende Natur im Garten oder in den Landschaften rund um die Siedlungen. Trotz zahlreicher Bücher und so genannter Kräuter-Apps, die uns die einzelnen Arten der Gewächse aufschlüsseln, ist das Wissen um viele Kräuter nach wie vor äußerst gering. Heute möchte ich daher ein eher selten genanntes Gewürz anschauen. Es handelt sich um den Gartenkerbel (Anthriscus cerefolium). Er zählt zur Familie der Doldenblütengewächse und ist somit botanisch verwandt mit Fenchel, Anis und Kümmel. Beim Kerbel verwendet man vor allem das grüne und frische Kraut, in dem sich ätherisches Öl und Mineralstoffe befinden. Vitamine sind darin ebenfalls vorhanden, wie das bei vielen anderen Gewächsen der Fall ist, die sowohl für die Heilkunde als auch für den Gebrauch in der Küche herangezogen werden. Immer wieder ist es notwendig mitzuhelfen, unsere physische Befindlichkeit in einem ausbalancierten Zustand zu halten. Dazu zählt, dass sich nach Möglichkeit keine übermäßigen Wasseransammlungen in dafür prädestinierten Zonen ansammeln wie z. B. im Unterbauch oder in den Beinen. Zudem ist es angesagt, auf eine gute Verdauung zu achten, damit gleichzeitig ein geregelter Stoffwechsel gewährleistet werden kann.

Aufguss und Beigabe am Küchentisch

3 Teelöffel von frischem und kleingeschnittenem Kraut des Gartenkerbels mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Diesen Aufguss gleich am Morgen schluckweise konsumieren. Das unterstützt das Ausleiten der im Körper angestauten überschüssigen Flüssigkeiten. Die zerkleinerten grünen Blätter eignen sich außerdem gut zur Ergänzung eines Topfenkäses, der am Abend aufs Brot gestrichen als Mahlzeit dient. Das begünstigt wiederum einen geregelten Stoffwechsel.

Gartenkerbel (Anthriscus cerefolium) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum