Gegen das Auftreten von Krämpfen
3. Mai 2026Gänsefingerkraut und Kümmel zu Hilfe nehmen
Der Mai ist sicher dazu angetan, um sich nun endgültig mehr ins Freie zu begeben und auch das Wandern wieder mehr ins Blickfeld rücken zu lassen. Andere sportliche Aktivitäten wie das Radfahren durch blühende Landschaften sind ebenfalls angesagt. Manchmal ziehen jedoch vermehrte Beanspruchungen des Muskelapparates Unannehmlichkeiten nach sich, zu denen auch die plötzlich auftretenden Waden- und Zehenkrämpfe zählen. So ist es nur recht, das Gänsefingerkraut (Potentilla anserina) wieder einmal in Erinnerung zu rufen. Dieses Rosengewächs ziert ohnehin oft die heimischen Wiesen bzw. Wegränder und kann dort mit einem geschärften Blick entdeckt werden. Es zeichnet sich durch anmutende gefiederte Blätter aus und bringt mit der Zeit kleine gelbe Blüten zum Vorschein. In seinem Grün bergen sich wertvolle Gerbstoffe, Flavonoide und auch Phenolcarbonsäuren. Diese Pflanze wird im Volksmund übrigens als Krampfkraut bezeichnet, was uns in den Anliegen des heutigen Tages einige Schritte weiterführt. Denn schließlich können Waden- und Muskelkrämpfe eine erholsame Nachtruhe von jetzt auf gleich zunichte machen. Wer von diesem Symptom wiederholte Male gequält wird, der darf nun versuchen, sich eine Linderung zu verschaffen. Bei einem alten Hausmittel spielt auch der Kümmel mitsamt seinen ätherischen Ölen eine wohltuende Rolle. Lassen wir also nichts unversucht, um die Beine und Füße gut und ruhig über die Nacht zu bringen und somit auch uns selbst einen erholsamen Schlaf zu verschaffen.
In Milch aufkochen
2 Esslöffel getrocknetes und zerkleinertes Gänsefingerkraut zusammen mit 1 Esslöffel angestoßenen Kümmelsamen in einen Topf geben und mit 1/2 Liter Milch übergießen. Danach am Herd kurz aufkochen. Wegstellen und noch ein paar Minuten ziehen lassen. Zum Schluss abseihen und vor dem Frühstück bereits schluckweise trinken. Am frühen Abend dann wiederholen. Bei Phasen, in denen nächtliche Muskelkrämpfe zur Plage werden, ca. 1 Woche lang täglich durchführen, um ein Nachlassen der Beschwerden auf den Weg zu bringen.

Gänsefingerkraut (Potentilla anserina) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum