Nervenstärkung im Alltag
24. April 2026Vom Safran abschöpfen
Unsere Essenskultur befindet sich meiner Meinung nach nicht unbedingt auf einem hohen Niveau. Das bezeugen die vielen Fastfood-Angebote, die im Handumdrehen ihre Speisen bereitstellen, die dann meist noch im Gehen oder gar beim Fahren konsumiert werden. Die Zeit für Termine und die Berufstätigkeit ist zu eng, um sich wirklich gemütlich hinsetzen zu können und ein Mahl zu genießen. Nun sollen im Gedränge der Erledigungen die Nerven nicht zu kurz kommen. Hierfür habe ich heute einen Tipp, der keines großen Aufwandes bedarf. Der Safran (Crocus sativus) kann ganz einfach aufbereitet werden. Gewiss ist dieses Gewächs für seine Verwendung als Gewürz bekannt. Dafür werden ausschließlich die Blütengriffel herangezogen, die in sogenannten rot gefärbten Narben erscheinen. Zu deren Inhaltsstoffen zählen Proteine, Mineralstoffe, ätherisches Öl und Flavonoide. Ebenso wichtig sind seine Farbstoffe, die beim Zubereiten von Speisen eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Die Verwendung des Safrans wirkt sich unterstützend auf die Verdauung aus und hat sich über Jahrhunderte bereits als stärkend für die Nerven erwiesen. Um nun genau diesen Vorteil für sich selbst in Anspruch zu nehmen, benötigen wir nur ein Glas Wasser und eine Safrannarbe. Hat jemand also den Safran bei sich zu Hause in der Küche vorrätig oder ist einem die Gesundheit etwas wert, dann darf dieses kostbare und auch teure Gut im Fachhandel erworben werden. Denn es ist sicher nicht vernünftig, am falschen Fleck zu sparen oder gar knausrig zu sein. Starke Nerven sind wohl öfter gefragt als uns lieb ist.
Ansatz für zwischendurch
In ein Glas voll lauwarmes Wasser wird lediglich 1 roter Faden vom Safran hineingelegt und 1 Stunde lang stehen gelassen. Danach erst langsam und schluckweise trinken. Die im Wasser gelösten Inhaltsstoffe des Safrans können auf jene Weise mithilfe des Verdauungstraktes ihre gute Wirkung entfalten. Diese besteht vor allem in der Festigung unseres Nervenkostüms, was in weiterer Folge auch einer geregelten Verdauung zugutekommt. Diese Anwendung lässt sich schließlich ganz einfach in den Berufsalltag einbauen.

Safran (Crocus sativus) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum