Für viele Anliegen verwendbar
2. Januar 2026Mit Heilziest auch Rheuma begleiten
Wer sich für das neue Jahr vorgenommen hat, sich wieder mehr und konsequenter im Freien zu bewegen, den kann ich darin nur bestärken. Immerhin trägt die frische Luft nicht unwesentlich dazu bei, unser Immunsystem positiv zu stimulieren. In der freien Natur begegnen wir dann ebenso verschiedensten Gewächsen, wenn diese nach dem nunmehrigen Winter durch Wärme und Niederschlag erneut die Möglichkeit erhalten, sich voll zu entfalten und ihre Kräfte bereitzustellen. Das gilt übrigens auch für den Heilziest (Stachys officinalis). Dieses bei vielen nur wenig bekannte Heilkraut gehört zur botanischen Gattung der Betonien. Die Form seiner Blätter ist ein charakteristisches Erkennungsmerkmal, denn sie sind schmal-eiförmig bis oval ausgebildet und am Außenrand leicht eingekerbt. Zu den Inhaltsstoffen des Heilziests zählen u. a. Bitterstoffe, Cholin, Stachydrin sowie auch Gerbstoffe. Im herkömmlichen Gebrauch wurde das Gewächs in zurückliegenden Jahrhunderten herangezogen, um damit u. a. die Atemwege zu stärken oder das Abheilen von Geschwüren gut voranzubringen. Heute möchte ich eine weitere spezielle Erfahrung aufgreifen, die mein Vorgänger Hermann-Josef Weidinger als Ratschlag parat hatte: die Begleitung von Gicht- und Rheumabeschwerden. Wenn diese Leiden sicher in erster Linie die ärztliche Kunst in Anspruch nehmen sollten, so ist es aber dennoch sinnvoll, sie mit einer pflanzlichen Maßnahme zu ergänzen. Eine Tasse Tee kann dann in der Regel nicht schaden.
Tee bei Beschwerden
2 Teelöffel voll getrocknete und zerkleinerte Blätter des Heilziests mit 1/4 Liter siedendem Wasser übergießen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Bei Beschwerden, die in Zusammenhang mit Rheuma oder Gicht zutage treten, davon 3 Wochen lang 2 Tassen pro Tag schluckweise konsumieren. Diese Maßnahme kommt schließlich dem ganzen Organismus zugute, der bei derlei Erkrankungen je neu herausgefordert wird. Mit dem Heilziest kann so eine gewisse Linderung auf den Weg gebracht werden. www.kraeuterpfarrer.at
