Bei Magenproblemen

26. Juli 2023

Ein altes Hausmittel mit Kren

Unser Körper besteht aus vielen einzelnen Gliedmaßen, Organen und verästelten Systemen, wenn wir bloß an die Adern denken, die unser Blut durch den Leib leiten. Alles steht miteinander in Verbindung. Jeder Teil hat seine besondere Funktion, um uns am Leben zu erhalten. Einen großen Anteil an unserem Wohlbefinden steuert auch der Magen bei, den wir in unserer Körpermitte sitzen haben. Schließlich muss die täglich aufgenommene Nahrung verarbeitet und in weiterer Folge zu Energie umgewandelt werden. Mit dem Kren (Armoracia rusticana), der im deutschen Sprachgebiet vielerorts als Meerrettich bezeichnet wird, ist es uns möglich, den Magen zu unterstützen, insbesondere dann, wenn er leidet und dieser Umstand den ganzen Organismus mehr oder weniger beeinträchtigt. In vielen Pflanzen stecken eben hilfreiche Stoffe und Substanzen, die uns beim Zurechtkommen mit manchen gesundheitlichen Problemen weiterhelfen können. Die Wurzel des Krens enthält vor allem Senfölglykoside, Flavonoide und ätherisches Öl. Darüber hinaus bergen sich noch Vitamine in dem scharf schmeckenden unterirdischen Wuchsteil. Wir kennen die Verwendung dieser Naturgabe hauptsächlich als Gewürz. Um nun den Magen bei vorübergehend auftretenden Geschwüren zur Seite zu stehen, ist es notwendig, den Kren so aufzubereiten, dass seine Schärfe auf ein erträgliches Maß reduziert wird. Dazu kann man sich des Weines bedienen. Bei Beschwerden mit dem Magen ist es aber in erster Linie geboten, die ärztliche Diagnose und die daraus folgende Therapie in Anspruch zu nehmen. Hausmittel sind dann lediglich begleitende Maßnahmen, wenn nichts gegen deren Verwendung spricht.

 

Krenwein ansetzen

Ca. 30 g frisch geriebenen Kren in ein Glasgefäß geben und mit 1 Liter Weißwein übergießen. In einem mäßig warmen Raum 8 Tage lang verschlossen ansetzen. Danach abseihen und die Flüssigkeit kühl und dunkel aufbewahren. In der Früh und am Abend ein Schnapsgläschen voll zu sich nehmen, um so den Magen zu stärken. Gewiss ist dies nur ratsam, wenn eine Verträglichkeit dafür vorliegt. www.kraeuterpfarrer.at

Kren © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya