Für Muskeln und Sehnen

12. November 2020
Gänsefingerkraut hilft entspannen Um heutzutage von A nach B zu gelangen, haben wir so viele Möglichkeiten des Vorwärtskommens und des Transportes, die uns viele Destinationen erreichbar machen, ohne dass wir viel Kraft aufwenden müssten. Das bringt auch einige Nachteile mit sich. Durch den Ausstoß von Co2 etwa wird die Umwelt belastet, sobald wir einen Motor starten, der das Gefährt, das Flugzeug oder das Schiff in Gang setzt. Und wir selbst bewegen uns kaum mehr. Der Körper ist beim Menschen aber so angelegt, dass er selbst die Distanzen bewältigt. Mit dem Gänsefingerkraut (Potentilla anserina) sei also unser Augenmerk heute auf die Gliedmaßen gelegt, die mit Muskeln und Sehnen in direkter Verbindung stehen. Ohne sie wäre ein aufrechter Stand, ein Gehen, Steigen, Laufen und Klettern schier unmöglich. Andererseits wissen wir genauso gut, dass auch diese an ihre Grenzen der Belastbarkeit stoßen. Spätestens dann, wenn es in den Armen, Beinen oder Füßen schmerzt, müssen wir vermehrt auf die betroffenen Zonen achten. Im Gänsefingerkraut, das auch Anserine genannt wird und zur großen botanischen Familie der Rosengewächse zählt, finden sich Inhaltsstoffe wie etwa Phenolcarbonsäuren, Bitter- und Gerbstoffe sowie auch eine Reihe von Flavonoiden. Seit jeher billigt man diesem Heilkraut aufgrund positiver Erfahrungen u. a. eine krampflindernde Eigenschaft zu, die man auch dementsprechend genutzt hat. So ist es also darauf rückschließend heute aktuell, das Gänsefingerkraut in Überlegungen mit einzubeziehen, die sich rund um die Pflege bzw. pflanzliche Begleitung von Muskeln und Sehnen richten. Und eines noch dazu: regelmäßiges vernünftiges Bewegen in Form von Spaziergängen und maßvoll praktiziertem Sport tragen sicherlich auch dazu bei, dass wir mit unserem ganzen Körper fit und vital bleiben. Der herbstliche Nebel sollte nicht als Argument herhalten, um die Gliedmaßen förmlich einrosten zu lassen. Und wenn es da und dort spannt und leicht schmerzt: auch auf das Gänsefingerkraut nicht vergessen. Tee aufgießen und trinken Bei Muskel- und Sehnenschmerzen kann man folgendes begleitend praktizieren: von getrocknetem und zerkleinertem blühenden Gänsefingerkraut nimmt man 2 Teelöffel voll. Mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und dann 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Danach abseihen. Jeweils früh und abends 1 Tasse davon trinken. Gänsefingerkraut eignet sich auch für individuell zusammengestellte Teemischungen. www.kraeuterpfarrer.at Gänsefingerkraut oder Anserine (Potentilla anserina) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya