Exquisite Nagelpflege
7. Juli 2020Mit Sanikel und Rosenblüten
Die Hand hat wohl wiederum mehr an Beachtung gewonnen. Indem es derzeit zur Vorsichtsmaßnahme zählt, einander nicht zu berühren, stellt sich bei vielen Begegnungen die Frage, wie man denn einander begrüßen solle. Und so bildet sich ein neuer Stil des Umganges miteinander aus, der die Hände höchstens zum Gestikulieren einer Freundlichkeit bzw. einer bestehenden Sympathie füreinander zu Hilfe nimmt. Vielleicht ist es daher gar nicht so schlecht, sich wieder einmal selbst auf die Finger zu schauen. Mit dem Sanikel (Sanicula europaea) wollen wir uns bloß der Pflege derselben zuwenden und nicht so sehr einem moralisch kontrollierenden Imperativ. Der Wald-Sanikel zählt zur Familie der Doldenblütler. Wenn er auch nicht durch massenhaften Wuchs ins Auge sticht wie etwa die Brennnesseln oder der wiesenbeherrschende Löwenzahn, so kommt er doch nicht so selten in lichten Laubwäldern vor. Gewiss muss man schon genau hinsehen, um diese Pflanzenart auch identifizieren zu können. Am besten lässt man sich den Sanikel von kräuterkundigen Freunden zeigen. Zu den Inhaltsstoffen des Gewächses zählen vor allem Saponine, Gerbstoffe, pflanzliche Säuren und Flavonoide. Für einen äußerlichen Gebrauch zieht man die Blätter heran, die man frisch oder getrocknet aufbereiten kann. Die Nägel auf unseren Fingern verdienen nämlich mehr Zuwendung als nur ein regelmäßiges Kürzen mit der Nagelschere. Das ist vor allem dann von Vorteil, wenn sich das Nagelbett immer wieder neu entzündet und sich in der Folge unangenehme Schmerzen einstellen. Dem kann man vorbeugen, indem man den Händen und Fingern beständig etwas Gutes zukommen lässt. Das geschieht u. a. dadurch, dass man ein Öl als Hausmittel ansetzt und dann griffbereit zur Verfügung stehen hat.Einreibung für Finger und Nagelbett
Von frischem oder getrocknetem Sanikelkraut nimmt man 2 Esslöffel voll und ergänzt dies mit 2 Esslöffel voll roten Rosen-Blütenblättern. Danach mit etwa 8 Esslöffeln voll süßem Mandelöl übergießen und 14 Tage in einem verschlossenen Glasgefäß an einem sonnigen Platz stehen lassen. Zum Schluss abseihen, den Rückstand auspressen und das fertige Nagelöl in ein kleines Fläschchen füllen. Kühl und dunkel lagern. Damit werden vor allem abends die Fingerspitzen, die Nägel und die Ränder des Nagelbettes eingerieben. Das pflegt und stärkt diese sensible Zone. www.kraeuterpfarrer.at
Waldsanikel (Sanicula europaea) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya
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