Behutsame Schritte setzen

1. Januar 2017

Mit Anis das Jahr eröffnen

Viel Segen und Freude, Vertrauen und Gesundheit wünsche ich allen für das Neue Jahr 2017! Hoffentlich sind Sie vom gestrigen Silvestertag gut in den Neujahrstag gelangt! Und, haben Sie sich schon etwas für die neue Zeitspanne vorgenommen? Sonntagsreden und große Worte gibt es auf der Welt wohl genug. Doch konkretes Tun und Handeln kann durchaus fernab zu hoch gegriffenen Versprechungen vollzogen werden. Der Anis (Pimpinella anisum) ist womöglich als Gewürz von den adventlichen Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest noch übrig. Sein charakteristisches Aroma ist unserer Nase und unserem Gaumen durchaus kein Fremder. Das zu den Doldenblütlern zählende Gewächs, das uns in seinen Samenkörnern den feinduftenden Anis liefert, stammt ursprünglich aus dem Westen Asiens bzw. aus den östlichen Mittelmeerländern. Wie so vieles hat auch diese Pflanze ihre Wertschätzung bereits durch die Bevölkerung des alten Griechenlands und den römischen Reiches erfahren, ehe sie ihren Zug über die Alpen antrat und vor allem durch die Mönche der mittelalterlichen Klöster ebenfalls in unseren Breiten kultiviert und verwendet wurde. Zur Wirkpalette des Anis zählen die Minderung von Blähungen, das Stillen von Krämpfen und die Lösung des Schleimes bei entzündeten Atemwegen. Generell tut ein Beimischen dieses Gewürzes zu Speisen und Backwaren unserer Verdauung gut. Nun war schon von kleinen und behutsamen Schritten die Rede, mit denen wir nicht nur in unwegigem Gelände gut vorankommen, sondern auch im Hinblick auf ein praktisch angewandtes Vollziehen der naturheilkundlichen Möglichkeiten, die uns helfen, gesundheitlich besser über die Runden zu kommen. Und so klein und bescheiden sich die Aniskörner in unserer Hand auch ausnehmen mögen: sie verdienen dennoch unseren Respekt und unser Vertrauen. Diese Haltung lässt sich übrigens ganz gut auf andere Lebensbereiche und -vollzüge übertragen. In diesem Sinne: Prosit Neujahr!

Ein paar Körner genügen

Gleich am Morgen kann man darangehen, ein paar Aniskörner in den Mund zu nehmen und gründlich durchzukauen. In erster Linie stärkt das gleich zu Beginn des Tages unser Gemüt und wirkt überdies beruhigend auf den Darm. Sollten unsere Bronchien entzündet sein, löst das etwaige Krampfzustände und erleichtert das Abhusten. Das Aroma von Anis verbessert zusätzlich den Atem und nimmt Mundgeruch. Anis ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya