Den Kopf besänftigen

25. Oktober 2016

Ein Hausmittel mit Roggenmehl einsetzen

Bekanntlich beginnt der Fisch am Kopf zu stinken. So behauptet es zumindest eine häufig gebrauchte Redewendung, um damit ein vernachlässigtes Handeln oder gar eine moralische Schieflage an Vorgesetzten und Verantwortlichen zu kritisieren. Woher dieses Sprichwort stammt, entzieht sich meiner Kenntnis. Schauen wir unseren Körper an, so wissen wir, dass sein Funktionieren ebenfalls maßgeblich vom Wohlbefinden des darauf ruhenden Kopfes abhängt. Dass dies nicht selbstverständlich ist, merken wir spätestens dann, wenn der Schädel – wodurch auch immer – zu schmerzen beginnt. Im Roggen (Secale cereale) begegnet uns ein von Gott geschenktes Gewächs, das durchaus in den Zusammenhang mit unserer anthropologischen Physis gebracht werden kann. Denn nicht nur der Landwirt, sondern wir alle erwarten uns, dass sich aus dem gesäten Korn ein kräftiger Halm entwickelt, der quasi dem Kopf zustrebt, von dem dann mit der vermehrten Frucht viel Gutes abfällt. In erster Linie bezieht sich das Interesse dabei auf das Brot, das mithilfe des gemahlenen Roggens gebacken werden kann und uns im Alltag bei Kräften bleiben lässt. Doch dürfen wir durchaus der Erfahrung unserer Altvorderen vertrauen, die im oftmaligen Gebrauch des Roggenmehls auch die Entdeckung machen durften, dass dieses eine ableitende und scherzlindernde Auswirkung mit sich bringt. So ist es vielleicht gar nicht schlecht, bei Kopfschmerzen vorerst einmal auf den Einsatz von Medikamenten zu verzichten. Der Körper möchte dadurch womöglich signalisieren, dass Zeiten der Ruhe und des Ausspannens angesagt wären. Nun gut, das schließt ja eine begleitende Anwendung mit Roggenmehl nicht aus.

Kopfweh lindern

Plagen einen hartnäckige Kopfschmerzen, deren Ursache weder gravierend noch unbekannt ist und somit keiner akuten ärztlichen Betreuung bedarf, so kann man auf ein altes Hausmittel zurückgreifen. Dazu vermischt man ein qualitätsvolles Roggenmehl mit Apfelessig zu einem Brei. Diesen streicht man dann auf ein Tuch und legt es sowohl auf den Nacken als auch auf die Schultern des Gepeinigten auf. Nach 2 Stunden erneuern. Gleichzeitig sollten die Füße möglichst warm gehalten werden. Apfelessig und Roggenmehl ⓒ Grafik von Prof. Emil Jaksch, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya