Den Ein- und Ausgang überprüfen

11. April 2014

Verdauung und Nerven hängen zusammen

Vor Ostern wird nach Möglichkeit noch einmal alles gründlich durchgeputzt. Die Fenster haben nicht nur durch den in der letzten Zeit vorhandenen Saharastaub gelitten, sondern müssen logischerweise nach jedem Winter wiederum gereinigt werden. Endlich sind die Straßen von Splitt und Salz befreit. Die Eingänge der Häuser und Höfe werden nun besonders dekoriert. Da fühlen sich die Gäste gleich viel willkommener. Im Körper dürfen aber auch die Ein- und Ausgänge ihre adäquate Beachtung finden. Ganz konkret meine ich die Verdauung mit allem, was der Körper aufnimmt und in der Folge wiederum ausscheidet. So gesehen gibt es keine schlechten oder minderwertigen Körperteile. Gewiss schauen wir dabei automatisch intensiver auf den Mund und die Zähne, die sich uns jeden Morgen allein schon beim ersten Blick in den Spiegel präsentieren. Dort ist gleichsam auch die Wachzentrale für unsere Nahrung angesiedelt, die aber sehr wohl der Steuerung durch unser Hirn und vor allem durch unsere Vernunft bedürfen. Viel weniger scheint der Ausgang des Verdauungstraktes an Achtsamkeit abzubekommen. Logischerweise entzieht sich derselbe allein schon von seiner Lage her unserem Blickfeld. Meist rührt sich aber das Gesäß, wenn unsere Nerven höchsten Anspannungen ausgesetzt sind. Es entstehen dann als Reaktion des Organismus bei manchen die unangenehmen Hämorrhoiden, die einem den Alltag ziemlich vermiesen können. Diesen Indikator gilt es auf jeden Fall zu beachten und als Fingerzeig wahrzunehmen, damit man an seiner Lebenssituation nach Möglichkeit etwas ändert. Ein erster Schritt kann es sein, auf den Organismus Rücksicht zu nehmen und dem Darm durch eine konkrete Beihilfe quasi unter die Arme zu greifen. Und so ist es wiederum notwendig, den Eingang bewusst zu aktivieren und gezielt die Nahrungsaufnahme zu steuern.

Hämorrhoiden behandeln:

Neben der dabei notwendigen Diagnose durch den Arzt kann folgende begleitende Maßnahme gesetzt werden: am Abend soll regelmäßig 1 Esslöffel voll grober Weizenkleie eingenommen werden. Anschließend 1 Esslöffel Marmelade essen und ein Glas voll Sauermilch trinken, untertags viel Wasser oder Tee. Das hält den Stuhl weich und erleichtert so den Abgang. Es hilft überdies auch mit, manch belastende Angst abzubauen. Weizenkleie ⓒ mills.kampffmeyer.com