Bei einer trägen Verdauung
9. September 2026Ingwer pulverisieren
So sehr uns auch der zurückliegende Sommer mit Hitze buchstäblich überhäuft hat, so notwendig wird es in den kommenden Monaten sein, sich um etwas Wärmendes zu kümmern. Seitens der Gaben der Natur steht uns manches zur Verfügung, was dahingehend prädestiniert zu sein scheint. Dabei kommen wir am Ingwer (Zingiber officinale) nicht vorbei. Ätherisches Öl und manch andere Inhaltssubstanzen wie Harzsäuren, Vitamin C, Magnesium, Kalzium, Eisen, Borneol, Cineol und Gingerol sind in seiner Wurzel enthalten. Letzteres verleiht dem Ingwer seine Schärfe. Und es sind nicht wenige, die nach dem Ingwer greifen, wenn sie sich z. B. eine Erkältung eingefangen haben, die es gilt, wieder ihres Weges zu weisen. Es gibt aber ebenso die Möglichkeit, die eigene Verdauung damit zu fördern und so über den Magen- und Darmtrakt den Körper von innen heraus zu erwärmen. Aber auch dann, wenn es im Bauch zu Gärungsvorgängen kommt, die in weiterer Folge Blähungen hervorrufen, ist es nicht schlecht, nach dem Ingwer Ausschau zu halten und ihn hierfür zur Anwendung zu bringen. Für den heutigen Tipp benötigen wir die Ingwerwurzel in getrocknetem Zustand. In dieser Form ist sie käuflich zu erwerben. Andernfalls lässt sich der Trocknungsvorgang auch mit der frischen Wurzel zu Hause durchführen, wobei die moderate Wärme des Backofens zu Hilfe genommen werden kann.
Ganz kleine Mengen einnehmen
Ein Stück einer getrockneten Ingwerwurzel wird vorerst so lange gerieben, bis daraus ein Pulver entsteht. Am besten in einem verschlossenen Glas aufbewahren. Täglich 3-mal 1 Messerspitze voll des Pulvers zu sich nehmen. Nach Möglichkeit zuvor mit 1 Teelöffel Honig abmischen. Dadurch wird der scharfe Geschmack reduziert. Ein paar Schluck Schwarzen Johannisbeer-Saft hinterdrein trinken. Diese Vorgehensweise bringt eine träge Verdauung wieder auf Schwung und vermindert lästige Blähungen.

Ingwer (Zingiber officinale) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum