Die Lebenskraft wecken
5. September 2026Am besten mit Eisenkraut
Haben Sie heute schon gelebt? An diese etwas provokante Frage möchte ich gleich eine zweite anschließen: was heißt denn das eigentlich? Nun, wer nur so richtig zu leben meint, wenn fern von zu Hause der Urlaub genossen wird oder das Feiern mit Freunden viel an Annehmlichkeiten aufbietet, sieht wohl nur die eine Hälfte unserer Existenz. Im Alltag schaut die Welt meist anders aus. Um diesen mit Leben zu erfüllen, stehen uns die Heilkräuter zur Verfügung. Eines davon ist das Eisenkraut (Verbena officinalis). Mit diesem Gewächs haben bereits unsere Vorfahren seit Jahrhunderten gute Erfahrungen gemacht. Ätherisches Öl, Glykoside, Bitterstoff, Gerbsäure und Kieselsäure sind neben anderen Substanzen in den Wuchsteilen des Eisenkrautes eingelagert. Wird diese Pflanze in Form einer innerlichen Anwendung an unseren Bruder Leib herangetragen, dann erfährt der gesamte Organismus eine positiv stimulierende Animation für alle Abläufe, die dem Lebenserhalt dienen. Damit wird die Kraft gesteigert, die einem persönlich zur Verfügung stehen muss, um sich sowohl der Arbeit als auch den Betätigungen in der Freizeit stellen zu können. Indirekt kommt das aufbereitete Eisenkraut außerdem einer guten Verfassung der Körperhaut zugute. Alles in allem also ein Grund, um diese Heilpflanze vermehrt in den Fokus des Alltags zu rücken, wo es gilt, das Leben, wie es ist, in Angriff zu nehmen.
Stärkender Aufguss
2 Teelöffel voll von getrocknetem und zerkleinertem blühenden Kraut des Eisenkrauts mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. Sodann 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Danach abseihen, mit etwas Honig und (oder) einem Schuss frischgepresstem Zitronensaft ergänzen. Schluckweise trinken. Wenn möglich, noch vor dem Frühstück die 1. Tasse davon konsumieren. Nach Arbeitsschluss am frühen Abend dann die 2. Tasse trinken, um so die eigene Lebenskraft zu untermauern und eine ausgeglichene Tätigkeit der Organe und Drüsen des gesamten Organismus zu unterstützen.

Eisenkraut (Verbena officinalis) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum