Rosenblüten als Herz- und Nervenstärkungsmittel
18. Juli 2026Symbol der Schönheit, Poesie und Liebe
Die Rose ist eine Pflanze für alle Sinne. Wir genießen ihren wunderschönen Anblick und ihren Duft. Ein Strauß roter Rosen gilt heute noch genauso wie vor Jahrhunderten als ein Zeichen echter Zuneigung. Ein Garten ohne Rosen wäre nur ein halber Garten, gleich einem Meer ohne Fische. Es fehlt die Pracht der Rosen, die sich in fast unüberschaubaren Formen und Farben zu unser aller Freude entfalten wollen. Diese Blume symbolisiert Schönheit, Vollkommenheit, Liebe, Laster, Vergänglichkeit, Wandlung, Weisheit und Geheimnis. Um die Rose ranken sich unzählige Mythen und symbolträchtige Legenden, sie ist wie kaum eine zweite Pflanze in der Kulturgeschichte des Abendlands verankert. Schon der Dichter Homer, der in der Altertumsforschung auf das 8. Jahrhundert vor Christus datiert wird, erwähnt die Königin der Blumen in seiner „Ilias“. Auch ihre Verwendung in der Medizin geht bis weit in die Antike zurück. Schriftliche Nachweise lassen sich etwa bei dem griechischen Arzt Dioskurides finden, der Mitte des ersten Jahrhunderts eine Arzneimittellehre in fünf Büchern verfasst hat. Geerntet werden die Rosenblüten in der Vollblüte, aber nur bei sonnigem und trockenem Wetter. Der Geruch ist mitbestimmend bei der Qualitätseinstufung. Rosen-Blüten (Rosae flos) haben ihren eigenen, typischen Geschmack – mild und leicht zusammenziehend. Die dunkelrote Farbe ist die wertvollste. Bei der Zubereitung des Rosenblüten-Tees werden 2 gestrichene Teelöffel Blütenblätter mit ¼ l kochendem Wasser übergossen, 15 Minuten ziehen lassen, abseihen. Diesen Tee täglich morgens gleich nach dem Aufstehen und abends eine ¾ Stunde vor dem Schlafengehen langsam und schluckweise trinken. Dieser Tee lässt unseren Nerven Entspannung finden. Durch die Beigabe von Honig wird die Wirkung erhöht. Er treibt leicht den Stuhl, unterstützt die Leber. Außerdem ist er auch bei starken Monatsblutungen, Schwindel und Kopfschmerzen gut anwendbar.
Rosenblütenblätter-Wein belebt den müden abgespannten Körper
Für ¼ l guten, naturbelassenen Rotwein benötigt man 1 vollen Esslöffel Blüten. Den Wein zum Kochen bringen, dann erst die Blüten beifügen, kurz aufwallen und anschließend 15 Minuten ziehen lassen. Dieser wertvolle Trunk, von dem man dreimal täglich 1 Esslöffel voll einnehmen kann, ist eine ausgezeichnete Entspannungshilfe. Gleichzeitig lindert er Unterleibsschmerzen. Durch wiederholtes Mundspülen mit Rosenblütenblätter-Wein können auch Zahnschmerzen gelindert werden. Bei Kopfschmerzen den erkalteten Wein als Umschlag auf den Kopf, das heißt auf die schmerzende Stelle legen, kann Erleichterung verschaffen.

Rosen-Blüten (Rosae flos) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum