Ysop erhellt die Stimmung

16. Juli 2026

Dieser Halbstrauch verbessert die Lebensfreude

Es gibt eine Anzahl von Kräutern, die unsere Seelenstimmung aufhellen können und so in eine eher düstere Gemütsstimmung ein wenig Lichtschimmer hineintragen, indem sie die schlummernden Kräfte in uns aktivieren. Der Ysop-Tee schmeckt sehr angenehm. Man nimmt zwei Teelöffel frisches oder getrocknetes, blühendes Kraut, übergießt mit ¼ l kochendem Wasser, lässt 15 Minuten ziehen, abseihen. Am besten täglich zwei Tassen nehmen, die erste morgens nüchtern und die zweite abends vor dem Schlafengehen, 3 Wochen lang, 1 Woche aussetzen, dann eventuell wiederholen. Dieser Tee verbessert die Laune, erhellt die Stimmung, hebt die Lebensfreude, eröffnet den Weg zur Innerlichkeit und schenkt Wohlbefinden. Bei verschleimten Atemwegen 1 Tasse Ysoptee mit 1 Esslöffel echtem Bienenhonig vermischen und langsam schluckweise trinken. Der Tee ist geeignet, die Lunge zu reinigen. Ysop-Badezusatz: Man stellt 100 g Ysopblätter-Blüten-Gemisch mit 1 l Wasser zu, kocht es kurz auf, lässt 10 Minuten ziehen, seiht ab und fügt es dem Badewasser hinzu. Schlaffe runzelige Haut findet durch ein wöchentliches Ysop-Bad wieder zu ihrer Straffheit zurück. Ysop (Hyssopus officinalis) ist ein Halbstrauch mit kurzen verholzten Trieben. Er wird bis zu 60 cm hoch, überwintert und treibt im Frühjahr wieder aus. Bienen lieben die blauvioletten Blüten. Die ganze Pflanze duftet stark aromatisch. Sie blüht von Juli bis August. Vom blühenden Kraut schneidet man die oberen, zarten Teile und trocknet sie im Schatten. Ysop ist eine Gartenpflanze. Es genügt ihm ein leichterer, sandiger, durchlässiger Boden in sonnig-warmer Lage. Für eine kalkige Düngergabe ist er dankbar. Diese Pflanze zählt zu den Lippenblütlern. Südeuropa und das trockene Westasien, die Türkei, die Ufer des Kaspischen Meeres und die Randgebiete des Aralsees sind seine Heimat. Dort liebt er felsige Hügel und die sonnigen Berge.  

Ysop-Pulver tut Leber, Niere, Lunge und Galle gut

Getrocknete Triebe zerstampft man im Mörser zu einem sehr feinen Pulver, oder man kann sich auch das fertige Ysop-Pulver besorgen. Davon nimmt man ½ Teelöffel voll mit Honig oder Marmelade gemischt zwei- bis dreimal täglich ein.

 Ysop (Hyssopus officinalis)© Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum