Frühlingsgrün mit lindernder Kraft

11. April 2026

Huflattich bei Nervenschmerzen

So sehr wir nun unsere Aufmerksamkeit auf das lenken, was in herrlicher Pracht blüht – wie etwa die Marillenbäume in der Wachau – so fällt gewiss nicht das unter den Tisch, was nun an Grün einen kräftigen Wachstumsschub erfährt. Ein gutes Beispiel dafür liefert uns der Huflattich (Tussilago farfara). Jedes Jahr bringt er zuerst seine goldgelben Blüten hervor, die wie Sterne die kahlen Halden und feuchten Bachufer schmücken und somit den hoffnungsvollen Frühling quasi eröffnen. Sobald jedoch die Blühphase und das direkt daran anschließende Fruchten des Huflattichs vorüber sind, entwickeln sich die Blätter des zur Pflanzenfamilie der Korbblütler zählenden Gewächses. Diese sind von fächeriger Gestalt und bedecken, wenn sie sich vollends entfaltet haben, in ihrer unmittelbaren Umgebung den Boden. In ihnen bergen sich auch Inhaltssubstanzen wie etwa Schleim- und Gerbstoffe sowie eine Anzahl pflanzlicher Säuren. Die Huflattichblätter dürfen übrigens lediglich für äußere Anwendungen herangezogen werden. Um sich das zunutze zu machen, geben einem unangenehme Symptome den Anlass dafür. All jene, die z. B. schon einmal Neuralgien bzw. Nervenschmerzen ertragen mussten, wissen sehr gut, dass dann ein Hausmittel das Richtige sein kann, um mit derartigen Umständen besser zurechtzukommen. Hierfür sei nun die folgende Maßnahme beschrieben.

Erleichterung durch Auflagen

Zuerst junge voll ausgebildete Blätter des Huflattichs abpflücken. Unter fließendem kaltem Wasser gründlich waschen. Nun eine ausreichende Menge an Huflattichgrün zerstampfen. Den entstandenen Brei in ein Leinentuch wickeln und auf die Stelle legen, die aufgrund einer Neuralgie oder entzündeter Nerven schmerzt. Eine Weile einwirken lassen und spätestens nach einer halben Stunde wieder entfernen. Hernach mit etwas Johanniskraut-Ölauszug die Haut einreiben, um so eine Linderung herbeizuführen.