Die innere Ruhe fördern

4. April 2026

Eisenkraut tut den Nerven gut

Das Weltgeschehen richtet sich nicht unbedingt nach den kirchlichen Kalendern. Denn demnach wäre für heute am Karsamstag Ruhe angesagt. Kriege und die damit verbundenen wirtschaftlichen Unsicherheiten tragen das Ihre dazu bei, dass uns nicht ganz wohl ums Herz ist. So wäre es sicher klug, die Gaben der Natur anzufragen, um besser einen inneren Ausgleich zu finden. Dafür möchte ich heute raten, sich dem Eisenkraut oder der Verbene (Verbena officinalis) anzuempfehlen. Dieses Heilkraut liebt als Standort sehr sonnige Flächen, die zudem recht mager im Hinblick auf ihre Bodenqualität beschaffen sein sollen. Im Eisenkraut stecken wertvolle Inhaltsstoffe. Ätherisches Öl, Gerbstoffe und Kieselsäure sind hier an erster Stelle zu nennen. Interessant ist, dass die Wirkkräfte des Eisenkrautes durchaus einen positiven Einfluss auf unser Nervensystem nehmen. Jene Eigenschaft wird oft nur anderen Gewächsen zugebilligt, wie etwa dem Baldrian oder der Melisse. Gerade dann, wenn nun jemand ein Gewächs sucht, das einen dabei unterstützt, die nötige Gelassenheit zu erringen, die noch dazu für einen tiefen Schlaf ausschlaggebend ist, kann dafür das Eisenkraut in Erwägung gezogen werden. Ruhe und Besinnung tun uns doch allen gut. So soll die Grabesruhe Christi heute den Anstoß geben, erneut die innere seelische Festigung zu stärken und diese auch nach Möglichkeit für den Rest des Jahres zu wahren.

Den Tag mit Tee einrahmen

2 Teelöffel voll getrocknete und zerkleinerte Blätter des Eisenkrautes mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann erst abseihen. Nach Bedarf und Verträglichkeit mit etwas Honig süßen. Zusätzlich mit einem Schuss frisch gepresstem Zitronensaft ergänzen. Am Anfang des Tages bereits die erste Tasse davon schluckweise trinken. Die Anwendung am frühen Abend wiederholen, um so die nervenstärkende Kraft des Eisenkrautes zum eigenen Wohle zur Geltung kommen zu lassen.

Eisenkraut oder Verbene (Verbena officinalis) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum