Bitteres für den Magen

3. April 2026

Tausendguldenkraut hält es bereit

Der Karfreitag konfrontiert uns jedes Jahr neu mit der Bitterkeit des Lebens. Leiden und Tod können davon nun einmal nicht ausgespart werden. So möchte ich heute mit meinem Ratschlag dieses Thema nicht umgehen, sondern es auf eine pflanzenentsprechende Weise anschneiden. Und davon soll übrigens die Gesundheit des Magens bzw. der Verdauung profitieren. Wenn von Bitterkeit die Rede ist, liegt es nahe, sich dem Tausendguldenkraut (Centaurium erythraea) zuzuwenden. Seine Inhaltsstoffe setzen sich nämlich vor allem aus einem hohen Anteil an Bitterstoffen sowie aus Gerbstoffen und Flavonoiden zusammen. Somit unterstützt die gesundheitsfördernde Verwendung des Heilkrautes vor allem den physischen Bereich des Verdauungsvorganges und jene Organe, die damit in direkter Verbindung stehen. Übrigens hier noch ein Hinweis auf die naturschutzrechtlichen Bestimmungen, die es zu berücksichtigen gilt. In den Wäldern lässt man das Tausendguldenkraut selbstverständlich unbehelligt, wenn es im Sommer seine hohe Saison hat, um seinen Bestand nicht zu gefährden. Für den Eigengebrauch wird am besten die getrocknete Ware aus dem Fachhandel herangezogen, die aus speziellen Kulturen stammt. Um nun einen Tee mit diesem höchst bitteren Kraut zuzubereiten, benötigt es übrigens bloß kaltes Wasser. Damit werden die Inhaltssubstanzen auf eine schonende Weise extrahiert.

Kaltansatz für einen ganzen Tag

1 Teelöffel voll getrocknete und zerkleinerte blühende Triebe des Tausendguldenkrautes am Abend mit 1/2 Liter kaltem Wasser übergießen und zugedeckt stehen lassen. Am folgenden Morgen abseihen. Ohne Erwärmen schluckweise konsumieren. Über den Tag verteilt getrunken, kommt dies einem gründlichen Verdauungsprozess und somit dem Wohle des Magens zugute. Mit dem bitteren Tee erfahren zudem die Leber, die Gallenblase und die Bauchspeicheldrüse eine Stärkung, was schließlich der gesamten physischen Verfassung guttut.

Tausendguldenkraut (Centaurium erythraea) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum