Schmerz besser beikommen

2. April 2026

Fichtennadeln und Eichenrinde bei Rheuma

Mit dem Gründonnerstag blicken wir heute besonders auf das Letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern hielt, bevor er seinen Leidensweg ging. Er hat das Kreuz getragen, das gewiss eine schwere Last darstellte. Viele Menschen sind auch durch manch Belastendes herausgefordert, entweder psychisch oder physisch. So soll unsere Aufmerksamkeit heute denjenigen gewidmet sein, die sich mit den Begleiterscheinungen im Zuge rheumatischer Erkrankungen auseinanderzusetzen haben. Eine lindernde Kraft hält dahingehend der Wald bereit. Die Fichten (Picea abies) zeigen sich zusammen mit ihren nadeltragenden Baumkollegen das ganze Jahr über in grünem Kleid. Und die alten Eichenbäume (Quercus) beeindrucken uns durch ihre dicke zerfurchte Borke. In den beiden Gewächsen stecken auch wohltuende Wirkkräfte. Die Nadeln der Fichten etwa, die u. a. einen hohen Gehalt an ätherischem Öl aufweisen, sind durchaus zu verwenden. Sie lassen sich nämlich derart aufbereiten, dass in weiterer Folge ihre schmerzlindernden Effekte zum Tragen kommen. Desgleichen ist es sinnvoll, den Gerbstoffgehalt der Eichenrinde zu entdecken und diesen mit den Vorzügen der Fichtennadeln in eins zu bringen. Wenn beispielsweise ein Badezusatz angerichtet wird, der letztlich dem ganzen Organismus eine erfrischende Stärkung bringt, sollten die beiden Angebote konkret genutzt werden. Bei Schmerzen, die mit rheumatischen Erkrankungen einhergehen, kann damit nämlich eine Linderung der Beschwerden auf den Weg gebracht werden.

Bad für mehr Wohlgefühl

75 g getrocknete und zerkleinerte Eichenrinde, die von fingerdicken Zweigen stammt, in einem Topf mit 2 Liter kaltem Wasser 8 Stunden lang ansetzen. Daraufhin dem Ansatz 75 g grüne Fichtennadeln hinzufügen und beides miteinander kurz aufkochen. Gleich danach abseihen und als Zusatz in eine mit warmem Wasser gefüllte Badewanne leeren. 20 Minuten ein Ganzkörperbad nehmen und dann gut abtrocknen. Dies kann mithelfen, Rheumaschmerzen zu lindern und erträglicher zu machen. 

Fichtenzweig und Fichtenzapfen (Picea abies)

Fichtenzapfen  © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum