Die Zeitumstellung begleiten
29. März 2026Mit Spitzwegerich Kraft tanken
Dieser Sonntag steht unter einer besonderen Herausforderung: die Uhren sind wieder einmal auf Sommerzeit gestellt worden. Da heißt es nun wieder eine Stunde früher aufstehen und den Tagesrhythmus neu einrichten. Das bleibt bei vielen von uns nicht ohne spürbare Folgen, die sich meist in einer gewissen Müdigkeit äußern. Für diese Übergangsphase möchte ich daher ein beliebtes Heilkraut in Erinnerung rufen. Es ist der allseits bekannte Spitzwegerich (Plantago lanceolata). Jenes Gewächs, das sich gerne auf verdichtetem Boden breitmacht, birgt einige Vorteile in sich. In seinen Blättern speichert der Spitzwegerich viele wertvolle Glykoside, darüber hinaus noch Schleimstoffe, Kieselsäure und zudem adstringierende (= zusammenziehende) Gerbstoffe. In seinen Heilwirkungen erweisen sich Anwendungen mit dem Heilkraut als förderlich für die Atemwege. Aufgrund vieler konkret bezeugter Erfahrungen weiß man auch um seine entzündungshemmende Kraft etwa in Zusammenhang mit Insektenstichen. Da reicht es oft, ein Blatt des Wegerichs abzuzupfen, ein wenig zu zerdrücken und auf die attackierte Stelle aufzulegen, um die Folge des meist schmerzenden Angriffs möglichst gering zu halten. Heute geht es mir aber um den ganzen Leib, der aus verschiedenen Gründen unter dem Gefühl bzw. dem tatsächlichen Vorliegen von Abgeschlagenheit bzw. Müdigkeit zu leiden hat. Da tut es dann gut, sich durch den Spitzwegerich stärken zu lassen.
Energiereicher Aufguss
2 Teelöffel voll getrocknete und zerkleinerte Blätter des Spitzwegerichs mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Nach dem Abseihen mit etwas Honig süßen. Den Kräutertee sodann schluckweise trinken. Wenn sich ein Gefühl der Müdigkeit einstellt, wie dies bei der Zeitumstellung leicht passieren kann, bringt der Spitzwegerichtee neue Energie in den Organismus ein und hilft mit, sich besser in die umgestellten Gegebenheiten einzupendeln.
Spitzwegerich (Plantago lanceolata) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum