Den Saftfluss nutzen

8. März 2026

Von der Birke entgegennehmen

Mit neuer Kraft voraus! Das heißt es jetzt für viele Pflanzen, wenn die Temperaturen sich rascher als sonst über dem Gefrierpunkt einpendeln und die Länge des Tageslichtes merkbar zunimmt. Nun sind bereits etliche Prozesse im Gange, die sich im Verborgenen abspielen. Ein gutes Beispiel dafür geben die Birken (Betula pendula) ab. In ihren Stämmen und Zweigen findet ein reger Saftfluss statt, der von den Wurzeln bis zu den Zweigspitzen den ganzen Baum Schritt um Schritt zum Grünen animiert. In dieser wachstumsfördernden Flüssigkeit befinden sich Mineralstoffe, Glykosen, Vitamine und sogar Antioxidantien. Der frische Birkensaft im Frühjahr ist durchaus auch für unsere Gesundheit von Nutzen. Es ist übrigens möglich, dieses pflanzliche Wuchstonikum heranzuziehen, um damit unser Wohlbefinden zu fördern und zusätzlich den ganzen Organismus zu entschlacken. Von stärkeren Birkenstämmen auf dem eigenen Grundstück lässt sich der Saft direkt abzapfen und danach in kleinen Mengen trinken. Das steigert u. a. die Harnproduktion, wodurch wiederum der Körper innerlich gereinigt und gleichzeitig entgiftet wird. Will man den zuckerhaltigen Birkensaft jedoch für längere Zeit haltbar machen, dann geht dies meist nur mit einem Zusatz von Alkohol. Dazu lässt sich auch ein guter Obstbrand heranziehen.

Birkenwasser-Auszug

Baumsaft von Birken aus eigenen Beständen (Stammumfang von mind. 20 cm) kann man jetzt gewinnen, indem man den Stamm angebohrt, mit einem Röhrchen versieht und den Birkensaft in einem Gefäß auffängt. Um die Gesundheit des Baumes zu erhalten, nur bis zu 2,5 Liter entnehmen! Danach das Bohrloch mit einem Stück Birkenzweig verschließen und mit Baumwachs abdichten. Den Birkensaft kühl stellen und gläschenweise frisch genießen. Zur Haltbarmachung mit Obstbrand ergänzen, so dass der Anteil an Alkohol ca. 20 % bemisst. Von diesem Birkenwasser-Auszug 2 bis 3 Esslöffel pro Tag einnehmen, um die Entschlackung des Körpers zu forcieren. Mit der gesteigerten Harnabgabe wird auch die Entgiftung des Organismus gefördert. www.kraeuterpfarrer.at

Birken (Betula pendula) © Archiv Kräuterpfarrer-Zentrum