Sitzbad bei Juckreiz

27. Februar 2026

Heidekraut wirkt besänftigend

Heilkräuter haben für mich persönlich einen hohen Stellenwert. Sie dienen vor allem dazu, den Alltag besser zu bewältigen und das eigene Wohlgefühl zu wahren bzw. auf ein besseres Niveau zu heben. Und es kann schnell einmal passieren, dass wir uns in unserer guten Befindlichkeit beeinträchtigt fühlen. Eine Folge von wenig Bewegung stellt nicht selten ein Juckreiz dar, der sich an unserem Gesäß bemerkbar macht. Um diesem unliebsamen Symptom ein wenig beizukommen, sei heute an das Heidekraut (Calluna vulgaris) erinnert. Dieses Gewächs behauptet sich draußen in der freien Natur gerade dann, wenn andere des Herbstens bereits dabei sind, energiemäßig auf Sparflamme zu schalten. Mit seinen in den Wuchsteilen eingelagerten Gerbstoffen tut es im Übrigen auch der Haut gut, die von der robusten Pflanze einen stärkenden Effekt entgegenzunehmen vermag. Das gilt ebenso für den Bereich, mit dem wir das Sitzen vollziehen. Ohne Umschweife meine ich damit das Gesäß mitsamt dem dazugehörenden After. Gerade infolge der kalten Jahreszeit ist es nicht selten der Fall, dass sich aufgrund unserer mangelnden Bewegung im Freien – wie eingangs bereits erwähnt – ein Juckreiz einstellt. Dies kann auch ein Anzeichen sein, dass sich unliebsame Hämorrhoiden herangebildet haben, die ihrerseits eines fachgerechten und lindernden Umsorgens bedürfen. Wie auch immer: heute möchte ich einen Tipp weitergeben, der auf jeden Fall die guten Effekte des Heidekrauts abrufbar macht.

Das Gesäß umsorgen

50 g getrocknete und zerkleinerte blühende Heidekrauttriebe vorerst mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen. Danach 1/4 Stunde zugedeckt ziehen lassen. Dann erst abseihen und ins Badegefäß – gefüllt mit angenehm warmem Wasser – gießen. 15 Minuten lang darin ein Sitzbad nehmen. Danach gut abtrocknen und den After eventuell mit einem Rosskastanien-Ölauszug einreiben. Die mehrmalige Anwendung pro Woche kann dazu beitragen, einen unangenehmen Juckreiz zu besänftigen. www.kraeuterpfarrer.at

 

Heidekraut (Calluna vulgaris) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum