Damit Wunden besser heilen

24. Februar 2026

Blutwurz stärkt von innen her

Bald wird vieles Verborgene wieder an die Oberfläche dringen, was die Wintermonate über durch das fehlende Tageslicht samt den damit verbundenen tiefen Außentemperaturen im Schutz des Erdreichs ausgeharrt hat. Viele Pflanzen haben in der Vergangenheit ihre Existenz auf ihr Speicherorgan beschränkt, um so in der wärmeren Jahreszeit für Neues besser gerüstet zu sein. Dies trifft auch auf die Blutwurz (Potentilla erecta) zu, die seit eh und je zu den naturgegebenen Hilfen der traditionellen Klostermedizin zählt. Viele Überlieferungen aus längst vergangenen Jahrhunderten bezeugen die große Wertschätzung dieser an Bitterstoffen reichen Pflanze. Mit der Blutwurz, die auch gerne als Tormentill bezeichnet wird, möchte ich heute das Thema der Wundheilung anschneiden. Leider bleibt es im Haushalt, im Sport oder bei operativen Eingriffen nicht aus, dass die Köperoberfläche entweder Schaden nimmt oder durch einen kompetenten Eingriff geöffnet werden muss. Danach wird aber wiederum ein Heilungsprozess genau das Gegenteil bewirken und die wie auch immer entstandenen Wunden schließen. Für diesen Prozess sind in erster Linie gewiss die ärztlichen Richtlinien einzuhalten und strikt zu befolgen. Wenn nichts dagegen spricht lässt sich aber auch die begleitende und stärkende Kraft der Blutwurz zum Tragen bringen.

Ansatz mit getrockneter Wurzel

15 g getrocknete und zerkleinerte Wurzelstücke der Blutwurz mit 1/2 Liter kaltem Wasser übergießen und über Nacht ansetzen. Am nächsten Morgen kurz aufkochen, 5 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Den Blutwurztee in eine Thermosflasche füllen und über den Tag verteilt jeweils nur 1 Schluck davon nehmen. Dies stellt eine begleitende Maßnahme dar, die einen Heilungsprozess einer Wunde von innen her gut voranbringen kann. www.kraeuterpfarrer.at

 

Blutwurz (Potentilla erecta) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum