Gut bei Stimme bleiben

16. Februar 2026

Mit getrockneten Ebereschenbeeren

Jetzt ist es sicher geboten, manch frohes Lied zu singen. Ja, manchen hält bei einem lustigen Treiben nichts mehr, um seine Stimme lauter als sonst zum Klingen zu bringen. Doch das bleibt meist nicht ohne hörbare Folgen. Um nun dem Hals etwas Wohltuendes zukommen zu lassen, hat der Herrgott die Eberesche (Sorbus aucuparia) wachsen lassen. Dieser liebenswerte Baum ergänzt an so manchen Orten die Vielfalt der heimischen Wälder. Gleichzeitig wird er gerne an die Straßenränder gepflanzt. Dieses Rosengewächs liefert ab dem späten Sommer seine korallenrot gefärbten Beeren, auf die sich vor allem die überwinternden Singvögel freuen, weil für sie der Tisch auch in kargen und vor allem frostigen Zeiten gedeckt bleibt. Kein Wunder, dass die Früchte der Eberesche daher als Vogelbeeren bezeichnet werden. Sie enthalten u. a. Gerbstoffe, Zuckeralkohole, Vitamin C und Pektin. Seit jeher haben die Vogelbeeren auch in den ländlichen Haushalten Verwendung gefunden. Mein heutiger Tipp zielt auf eine Anwendung ab, die den Hilfesuchenden eine Pflege des Halses und der Stimme aufzeigen mag. Denn wie leicht kann es passieren, dass wir jetzt im Fasching heiser werden oder uns gar ein Hustenreiz als Folge einer starken Erkältung in Schach hält. Um das nicht untätig hinzunehmen, ist es wohl angesagt, die guten Effekte der getrockneten Gaben der Natur Richtung Rachen zu schicken. Und das geschieht am besten, indem mehrmals am Tag gegurgelt wird. Dies lässt sich wohl ganz einfach durchführen. Immerhin werden wir unsere Stimme wieder brauchen, um damit unsere Kommunikation gut am Laufen zu halten.

Tagesmenge zum Gurgeln

2 Handvoll reifer und entstielter getrockneter Beeren der Eberesche mit 1 Liter kaltem Wasser übergießen. Daraufhin auf Sparflamme 1 Stunde am Herd köcheln lassen. Zum Schluss abseihen und den Tee in eine Thermosflasche füllen. Wer nun eine überstrapazierte und heisere Stimme bei sich feststellt, kann mit der lauwarmen Abkochung mehrmals am Tag gurgeln und so den Hals und die Stimmbänder wieder besänftigen. Ein anhaltender lästiger Hustenreiz erfährt dadurch ebenfalls eine Linderung. www.kraeuterpfarrer.at

Eberesche (Sorbus aucuparia) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum