Schatz im Erdboden
14. Februar 2026Brennnesselwurzel für die Kopfhaut
Bald wird wiederum das grüne Leben der Pflanzen zum Vorschein drängen. Jahr für Jahr vollzieht sich dieses herrliche Schauspiel der Natur. Die einzelnen Darsteller könnten jedoch nicht auftreten, hätten sie nicht aus ihren Wurzeln die nötige Kraft, um dem Locken der Sonnenstrahlen zu folgen. Von dort aus starten auch die Brennnesseln (Urtica) los, die uns dann in reichem Maße zur Verfügung stehen. Sie sind übrigens ebenso dafür dienlich, um unsere Kopfhaut gut in Schuss zu halten. Nun wissen wir in erster Linie um die Tatsache, dass die Brennnessel ein vorzügliches Hilfsmittel darstellt, um etwa das Blut zu reinigen und die Nieren gut durchzuspülen. Heute jedoch geht es mir um die Haare auf dem Kopf. Sie stellen einen natürlichen Schutz für unser Haupt dar und besitzen übrigens auch so etwas wie eine Wurzel. Im unterirdischen Wuchsteil der Brennnessel wiederum befinden sich wie in ihren Blättern Flavonoide, Gerbstoffe, Phytosterine sowie Mineralstoffe und Vitamine. Um diese Substanzen für eine äußere Anwendung aufzubereiten, gilt es zuallererst auf die Suche nach diesem pflanzlichen Schatz zu gehen. Sobald die Brennnesseln frisch aus dem Boden austreiben, ist der richtige Zeitpunkt, um an diesen Stellen zu graben und die Ware zu bergen. Danach reinigt man die frischen Wurzeln unter kaltem fließendem Wasser und legt sie in einem geheizten Raum zum Trocknen auf.
Essigwasser ansetzen
5 volle Esslöffel getrocknete und zusätzlich zerkleinerte Brennnesselwurzeln mit 3/4 Liter Apfelessig übergießen und kurz aufkochen. Danach vom Herd nehmen und 1 Stunde lang zugedeckt ziehen lassen. Zum Schluss abseihen, in eine Flasche füllen und mit 1/4 Liter Obstbrand ergänzen. Am besten 1 Monat lang im Kühlen lagern. Mit diesem Hausmittel am Abend die Haare bis zum Haarboden befeuchten und die Kopfoberfläche gut durchmassieren. Das stärkt den Haarboden und tritt einer lästigen Schuppenbildung entgegen. www.kraeuterpfarrer.at
