Den Atem stärken

12. Februar 2026

Mit der Kraft der Latschenkiefer

Es ist eine spezielle Kunst, um nach einer erfolgreichen Geschichte sprichwörtlich am Boden zu bleiben. Denn ein stolzes und überhebliches Gehabe tut weder einem selbst noch den anderen gut. In der Pflanzenwelt hat sich vergleichsweise schon vieles bestens bewährt und dennoch bleiben viele Gewächse bescheiden. Das können wir wohl besonders gut von der Latschenkiefer (Pinus mugo) ablesen. An ihrem natürlichen Standort hoch oben in den Bergen hält sie bei Schnee, Eis und Sturm ihre Stellung, um nun wieder erneut dem Frühling entgegenzugehen. Dafür hat sie ihre Knospen bereitet, die eine Menge an ätherischem Öl und an Harz enthalten. Und diese gilt es jetzt zu nutzen. Eine physische Entzündung der Atemwege mag ein Grund dafür sein, um das konkret anzugehen. Doch bevor ich den praktischen Tipp dazu weitergebe, möchte ich darauf hinweisen, dass die Latsche sehr oft als Ziergehölz in den Gärten rund ums Haus angepflanzt wird und dort für den „Eigengebrauch“ zur Verfügung steht. Ganz klar ist wohl, dass ihre natürliche Verbreitung unbedingt geschützt und gehegt werden muss. Also, wer für seine eigene Gesundheit etwas unternehmen möchte, sollte auf dem Weg dorthin jeglichen Baumfrevel vermeiden. Auf der anderen Seite soll die Kraft, die in den liebenswerten Kieferngewächsen enthalten ist, auch nicht brach liegen gelassen werden. Gehen wir also verantwortungsvoll sowohl mit unserem eigenen Wohlbefinden als auch mit dem Schutz der Natur um.

Spezielle Tinktur herstellen

Ca. 30 g getrocknete und zerkleinerte Knospen der Latschenkiefer 14 Tage lang in 1/8 Liter 70%igem Alkohol ansetzen. Danach die Tinktur abseihen, filtrieren und in ein braunes Fläschchen füllen. 2-mal täglich 5 bis 10 Tropfen davon in 1 Tasse voll frisch aufgegossenen Kräutertee wie Thymian oder Spitzwegerich geben und diesen schluckweise konsumieren. Auf jene Weise gelangt die Kraft der Latschenknospen zu den Bronchien, die bei Entzündungen und Verschleimung einer Unterstützung bedürfen. So lässt es sich bald wieder besser und freier atmen. www.kraeuterpfarrer.at

Latschenkiefer (Pinus mugo) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum