Entspannung mit Pflanzenkraft
11. Februar 2026Den Blutweiderich nutzen
Anstrengung und Arbeit zeitigen ihre spürbaren Folgen. Das wird wohl schon jeder und jede von uns in irgendeiner Weise an sich erfahren haben. Spätestens dann, wenn der Druck einer Herausforderung nachlässt – meist am Abend – merken wir, wie kräftezehrend ein ganzer Tag war. Der Blutweiderich (Lythrum salicaria) ist keinem derartigen Druck ausgesetzt. Er liebt es, an Bach- und Flussufern seinen Standort zu haben und dort das Wasser an sich vorüberziehen zu lassen. So wird er zum Sinnbild der Gelassenheit. In der Volksheilkunde galt der Blutweiderich mit seinen Gerbstoffen, ätherischem Öl und Salicarin seit langer Zeit als beliebtes Heilkraut. Heute besinnt man sich erneut darauf und geht daran, ihn auf verschiedene Weise zu nutzen. Ein Tee, der z. B. im Heißaufguss aus seinen frischen oder getrockneten Blüten und Blättern zubereitet wird, kann dazu beitragen, einen hartnäckigen Durchfall zu stoppen. Mit anderen Kräutern gemischt, können Aufgüsse helfen, auftretende Hämorrhoiden abklingen zu lassen. Aber bleiben wir diesmal bei den eingangs erwähnten Herausforderungen, die der gewöhnliche Alltagsstress mit sich bringen kann. Eine Abgespanntheit, die man etwa nach dem nach Hause kommen an sich selbst feststellt bzw. eine Überreiztheit der Nerven dürfen durchaus ein Anlass sein, um mit dem Blutweiderich erneut die innere Ruhe und Ausgeglichenheit anzustreben. Wer das möchte, gönnt sich am besten ein Kräuterbad.
Für die Badewanne aufbrühen
70 g getrocknete Blätter und Blütentriebe des Blutweiderichs mit 2 bis 3 Liter kochendem Wasser übergießen. 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen, danach abseihen. Den Absud ins Badewasser leeren und den pflanzlichen Rückstand in ein Stoffsäckchen füllen. Zugebunden ebenfalls in die Wanne legen. 15 bis 20 Minuten im Wasser bleiben. Mit diesem Ganzkörperbad wird eine entspannende Wirkung entgegengenommen, die neue Kräfte schöpfen lässt. www.kraeuterpfarrer.at
