Sich weiterhin fit halten

8. Februar 2026

Den Quendel nutzen

Ich möchte fast meinen, dass der heurige Winter so etwas wie einen Marathon darstellt. Hierbei gilt es aber nicht ausdauernd zu laufen, sondern vielmehr die Fitness der Atemwege aufrecht zu erhalten, was wohl nur wenigen gelingt. Außerhalb jeder olympischen Disziplin, die jetzt bei den Winterspielen im medialen Vordergrund stehen, möchte ich die Heilkräuter als bewährte Begleiter in den Blick nehmen. So darf am heutigen Sonntag der Quendel (Thymus serpyllum) aufs gesundheitliche Podest gehoben werden. Dieser Lippenblütler hat sich sehr gut bewährt, um in erster Linie Erkältete bei Heiserkeit, Husten und Schnupfen zu begleiten. Grund dafür ist der hohe Gehalt an ätherischen Ölen, Gerbstoffen und Triterpenen, der sich in den Wuchsteilen des wilden Verwandten des Thymians vorfindet. Bei sommerlichen Kräuterwanderungen zählt es zu den angenehmen sinnlichen Erfahrungen, wenn der Duft des Quendelkrautes bereits in dessen Umgebung von der Nase aufgesogen und somit auf jene Weise ausgekostet werden kann. Jetzt aber ist es besser, dieses Aroma von einer aufbereiteten Form des Heilgewächses entgegennehmen zu können. So heißt es für mich einmal mehr, den Quendel aufzugießen. Damit lässt sich sehr gut einiges abfedern, was andernfalls negative chronische Folgen zeitigen könnte. Wer nun klug ist, der baut vor.

Ganz einfach aufgießen

2 Teelöffel voll des getrockneten und zerkleinerten blühenden Quendelkrautes zuerst mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. Dann 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Letztlich abseihen und am besten mit ein bisschen Honig süßen und einem Schuss frisch gepressten Zitronensaft ergänzen. Der Quendeltee kann 3 Wochen lang früh und abends getrunken werden, wobei man jeweils 1 Tasse voll schluckweise konsumiert. Das hilft mit, um so in den nächsten Wochen die Atemwege gegen Entzündungen und Infekte zu wappnen. www.kraeuterpfarrer.at

Quendel (Thymus serpyllum) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum

Kategorien: Allgemein