Bei depressiven Stimmungslagen
4. Februar 2026Melisse zu Hilfe nehmen
Wir sind es schlicht und einfach nicht mehr gewohnt, dass ein Winter über lange Zeit mit Schnee und Frost das Zepter in der Hand hält. Das verlangt nicht bloß unserem Körper einiges ab. Es kann auch die persönliche Stimmungslage darunter leiden, vor allem dann, wenn der Nebel im Flach- und Hügelland wenig Chance auf sonnige Aussichten bietet. Nun dürfen wir uns bei derartigen Zuständen die Zitronenmelisse (Melissa officinalis) zu Hilfe nehmen. Sie ist einerseits reich an ätherischem Öl, hat aber andererseits auch eine immunstärkende Wirkung und erweist sich darüber hinaus noch als antiviral und keimwidrig. Bitter- und Gerbstoffe sowie Gerbsäure sind ebenfalls in diesem liebenswerten Kraut enthalten. Viele hüten den Sommer über dieses Gewächs in ihren Gärten, da es nur wenig Pflege benötigt. Die Melisse ist wohl dazu geeignet, einen Tee damit aufzugießen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das Heilkraut als Badezusatz aufzubereiten. So möchte ich heute dazu raten, doch einmal jene Weise der Nutzung zu probieren, um so die Melisse und ihre positiven Effekte auf der Haut zum Tragen kommen zu lassen. Leib und Seele stehen immerhin in einem engen und nicht zu trennenden Zusammenhang. Diese Verfasstheit haben die Kenner und Meisterinnen der Klostermedizin bereits vor Jahrhunderten erkannt und daraus ihre gesundheitsfördernden Schlüsse gezogen. Lassen wir dieses Wissen also nicht brachliegen, sondern bauen wir es in unseren Alltag ein. Davon profitieren schließlich wir selbst und auch unsere Umwelt.
Ganzkörperbad für Leib und Seele
150 g getrocknete und zerkleinerte Blätter der Melisse mit 3 Liter siedendem Wasser überbrühen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Danach abseihen und ins warme Badewasser gießen. Ca. 1/4 Stunde darin baden. Wird dieses Vollbad am Abend durchgeführt, verbessert dies unsere seelische Stimmung und führt zu mehr Ausgeglichenheit und Zuversicht. Zugleich wird über die Haut unser Immunsystem gestärkt, was sich gerade in den Tagen der zweiten Winterhälfte bezahlt macht. www.kraeuterpfarrer.at
