Für Gemüt und Geist

28. Januar 2026

Den Beifuß aufgießen

Die Tage des Frohsinns und des währenden Faschings sind wohl ein Grund, das Leben von der heiteren Seite her zu betrachten. Es muss dies aber lange noch nicht heißen, dass alle gut drauf sind. Immerhin liegt das Frühjahr in weiter Ferne und die Sorgen des Alltags verlangen uns oft viel ab. Um nun Gemüt und Geist etwas Gutes zu tun, dürfen wir u. a. zum Beifuß (Artemisium vulgaris) greifen. Er besiedelt während der Vegetationsphase magere Flächen auf Böschungen oder Schuttplätzen und ist auch nicht selten auf kargen Böden an den Wegrändern lichter Wälder anzutreffen. Seit alters her wird dieses wildwachsende Korbblütengewächs als Gewürzkraut verwendet. Seine Inhaltsstoffe bestehen u. a. aus ätherischem Öl und zudem einem hohen Anteil an Bitterstoffen. Durch letztere wird vor allem die Tätigkeit der Leber sowie der Gallendrüsen angekurbelt. Aber es gibt noch weitere Effekte, die mit der Verwendung des Beifußes zur Wirkung gebracht werden können. Das Gedächtnis und die Konzentrationsfähigkeit des Gehirns profitieren auf jeden Fall, wenn die Substanzen des Beifußkrautes mithilfe der Verdauung in unserem Organismus landen. Niemand sollte also vor dem bitteren Geschmack zurückschrecken, der mit dem Trinken des heute empfohlenen Aufgusses über den Gaumen wandert. Immerhin zahlt es sich aus, auf diese Weise die eigene Lebensqualität zu steigern.

Aufguss mit heißem Wasser

Bloß 1 Teelöffel voll getrocknetes und zerkleinertes Beifußkraut (vor allem Blätter) mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. Dann 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, hernach abseihen. Anschließend den Beifußtee schluckweise zu sich nehmen. Auf das Süßen verzichten. Entweder kurz vor den Mahlzeiten trinken oder zwischendurch 1 Tasse konsumieren. Dies trägt dazu bei, dass die Verdauung besser funktioniert, der Geist wach gehalten wird und sich letzten Endes das Gemüt zuversichtlicher stimmt. www.kraeuterpfarrer.at

Beifuß (Artemisium vulgaris) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum