Die Haut verjüngen

27. Januar 2026

Löwenzahnwurzel aufbereiten

Ich denke, es ist in Zeiten wie den unsrigen sicher angesagt, das Einfache und das Bodenständige zu schätzen. In unserer Umwelt wird doch schließlich Jahr für Jahr eine Fülle an Hilfen für uns bereitgestellt, ohne dass wir extra dafür sorgen müssten. Und manches davon wächst oft intensiver als es uns recht ist. Das gilt ganz bestimmt für den Löwenzahn (Taraxacum officinale). Dieser Korbblütler sollte jedoch generell je neu geschätzt und in weiterer Folge genutzt werden. Sosehr er nun im Frühling mit seinen goldgelben Blüten auf sich aufmerksam macht, dürfen wir auch im Winter die anderen Wuchsteile für uns entdecken. In der Löwenzahnwurzel etwa liegen viele Kräfte parat. Sie sind dort in Form der Inhaltssubstanzen wie Bitterstoffe und Triterpene eingelagert. Damit können die Verdauung und die damit in Verbindung stehenden Organe unterstützt werden. Vergessen wir aber ebenfalls nicht auf unsere Haut, die mit allem, was unter ihr steckt, für verjüngende und vitalisierende Anwendungen dankbar ist. In einem alten Hausmittel wird die Aufbereitung der unterirdischen Teile des Löwenzahns beschrieben, um so die Grundlage für eine Waschung zu erhalten, die das allgemeine Wohlbefinden steigert. Der Winter ist wohl die beste Zeit, um im eigenen Daheim daranzugehen, für die Verjüngung der Haut etwas zu unternehmen.

Aufguss für Waschungen

Von getrockneter und zerkleinerter Wurzel des Löwenzahns 4 Esslöffel voll nehmen und mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen. Danach 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Letztlich abseihen und bei angenehmer Temperatur den ganzen Körper damit abwaschen. Eine Zeitlang (etwa 5 bis 10 Minuten) einwirken lassen, ehe die Körperoberfläche abgetrocknet wird. Diese Maßnahme stärkt und strafft die Haut. Das trägt auch zur Förderung des Immunsystems bei und hilft mit, den ganzen Organismus vitaler zu erhalten. www.kraeuterpfarrer.at

Löwenzahn (Taraxacum officinale) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum