Für den späten Nachmittag

23. Januar 2026

Frauenmantel für seelische Balance

Die einzelnen Tageszeiten haben jeweils ein eigenes Gepräge. Heißt es in der Früh gut aus dem Bett zu steigen, um die Kräfte des Körpers sowie des Geistes neu zu aktivieren, liegt es nahe, nach getaner Arbeit erneut von mancher Anspannung loszulassen. Immerhin soll auch die nächtliche Ruhephase davon profitieren. In dieser Hinsicht kommt wiederum dem späten Nachmittag eine gewisse Bedeutung zu. Dabei kann man den Gewöhnlichen Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) „einbauen“. Dieser hebt sich, wenn er sich des Sommers auf den Wiesen entfaltet, farblich kaum von seinen benachbarten Gewächsen ab. Die Gestalt seiner Blätter, die zarten gelbgrünen Blüten und die im Sonnenglanz schimmernden Guttationstropfen auf der Blattoberfläche machen den Frauenmantel dennoch zu einem sehr ansprechenden pflanzlichen Geschöpf. Zu seinen Inhaltsstoffen zählen u. a. Gerbstoffe, ein wenig Salizylsäure und Lecithin. Seinem Namen gemäß wurde und wird der Frauenmantel insbesondere als begleitende Hilfe bei gesundheitlichen Beschwerden des weiblichen Geschlechts empfohlen. Aber nur wenige wissen, dass er ebenso eine nervenstärkende und ausgleichende Kraft anzubieten hat. Gerade in Zeiten, in denen wir gesellschaftlich oder persönlich ein Gefühl der Verunsicherung mit uns herumtragen, ist es nicht das Schlechteste, sich mit der Grünkraft der Natur eine seelische Balance neu schenken zu lassen.

Aufguss zur Nervenstärkung

2 Teelöffel voll getrocknetes und zerkleinertes blühendes Kraut vom Gewöhnlichen Frauenmantel mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrühen. Sodann 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und danach abseihen. Bei angespannten Nerven und bei vermehrter Schlaflosigkeit am späteren Nachmittag eines Tages 1 bis 2 Tassen davon schluckweise trinken. Das wirkt sich beruhigend auf das Nervensystem aus und hilft mit, eine wohltuende Ausgeglichenheit zwischen Körper und Seele zurückzuerobern. www.kraeuterpfarrer.at

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum