Reinigendes Schwitzen

19. Januar 2026

Mit dem Seifenkraut

Es gibt eine Reihe an besonderen Methoden, um sich fit und vital zu erhalten. Manche unternehmen dafür eine Fastenkur, um einerseits das übermäßige Körpergewicht zu reduzieren und einem reich beschickten Magen sowie dem dadurch herausgeforderten Darmtrakt eine Auszeit zu gönnen. Und manchmal ist es angesagt, sich dem bewussten Schwitzen hinzugeben, um den Körper auf diese Weise zu reinigen und zu entlasten. Dazu kann u. a. das Seifenkraut (Saponaria officinalis) dienlich sein. Dieses Nelkengewächs ist aufgrund seiner Wurzel von Interesse. In jenem Pflanzenteil befinden sich vor allem Saponine, dabei handelt es sich um so genannte Seifenstoffe. Daher hat man das Seifenkraut in früheren Jahrhunderten gerne zum Wäschewaschen herangezogen. Heute möchte ich aber wie schon erwähnt den Blick auf etwas Schweißtreibendes hinlenken. Das Transpirieren der Haut wird nicht bloß in der Sauna angestrebt, sondern kann ebenso durch die hohe Temperatur des in die Wanne eingelassenen Wassers herbeigeführt werden. Zusätzlich hilft der Schaummantel des Seifenkrautes mit, der sich dicht an die Haut legt und somit einen Prozess auslöst, der durchaus die Entgiftung des Organismus unterstützt. Das kann vor allem bei Rheumabeschwerden eine Erleichterung mit sich bringen. Ein stabiler Kreislauf ist jedoch Voraussetzung, um das Seifenkraut auf diese Weise anzuwenden.

Schaumbad anrichten

300 g getrocknete und zerkleinerte Wurzel des Seifenkrautes am Beginn des Tages in 2 bis 3 Liter kaltem Wasser ansetzen. Am Abend den Ansatz leicht erwärmen, ohne ihn zu kochen. Dann abseihen, durch Umrühren zum Schäumen bringen und ins angenehm warme Badewasser gießen. Ungefähr 20 Minuten im Wasser bleiben. Nach der Anwendung am besten gleich ins Bett gehen und sich unbedingt Ruhe gönnen. Beim anschließenden Schwitzen, das die Haut reinigt und den Organismus zu entgiften hilft, ist dies sicher vonnöten. www.kraeuterpfarrer.at

Seifenkraut (Saponaria officinalis) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum