Für einen guten Tagesabschluss

18. Januar 2026

Andorn beim Abendessen

Jeder neue Tag bietet die Chance, eine Fülle von Möglichkeiten zu entdecken, um das Leben besser zu gestalten. Gewiss ist manches Vorgegebene dabei einengend wie etwa die Arbeitszeit oder andere anstehende Verpflichtungen. Dennoch sollte die Aufmerksamkeit für die eigene Gesundheit nicht unter den Tisch fallen und spätestens am Abend irgendwie zum Zug kommen. Dazu möchte ich heute ein besonderes Kraut präsentieren, nämlich den Gewöhnlichen oder Weißen Andorn (Marrubium vulgare). Dieser Lippenblütler erfreut sich zwar keiner hohen Popularität, aber in den letzten Jahren ist er vermehrt auf Schaubeeten in den lehrreichen Kräutergärten zu entdecken. Zu den Inhaltsstoffen des heilsamen Gewächses zählen Gerbstoffe, der Bitterstoff Marrubin (vgl. den wissenschaftlichen Namen des Andorns), ätherisches Öl und Flavonoide. In seiner Wirkung wiederum erweist sich der Andorn als unterstützend für die Atemwege. Zudem kann die Pflanze bei Verdauungsproblemen verwendet werden. In Bezug auf die eingangs angesprochene Abendzeit hat der Andorn auch noch seine Vorteile. Um die Gesundheit besser aufrechtzuerhalten, ist es angesagt, sich Zeit für eine Tasse Tee zu nehmen. Und dabei sollte man beim Abendbrot den bitteren Geschmack des anschließend empfohlenen Aufgusses nicht scheuen, der schließlich viel Gutes auf den Weg bringt.

Aufguss für eine Tasse Tee

Von getrocknetem und zerkleinertem Kraut des Weißen Andorns 2 Teelöffel voll mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. Nur 5 Minuten ziehen lassen und dann gleich abseihen. Den Tee schluckweise zum Nachtmahl trinken. Dieser bittere Aufguss wirkt einerseits anregend auf die Verdauungsdrüsen und kann andererseits z. B. bei Erkältungen mithelfen, eine übermäßige Schleimbildung in den Bronchien hintanzuhalten. Der Andorn hat überdies einen guten Einfluss auf die Blutbildung des Organismus.

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Weißer Andorn (Marrubium vulgare) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum