Fieber besser ertragen

16. Januar 2026

Die Dach-Hauswurz lindert die Hitze

Momentan sind schweißtreibende Wetterlagen hierzulande wohl kaum ein Thema. Ganz anders verhält es sich, wenn jemand mit Fieber zu Bette liegt und dabei ist, einen grippalen Infekt gut auszukurieren. Da heißt es dann, irgendwie mit den eigenen Körpertemperaturen zurechtzukommen. Die Dach-Hauswurz (Sempervivum tectorum) kann da mithelfen, diese Umstände besser zu überstehen. Auf Dachziegeln oder auf einer Steinmauer trotzt sie nicht nur der Eiseskälte, dem Wind und dem Regen; Sonne und Hitze können ihr anscheinend genauso wenig anhaben, obwohl ihre Wurzeln vor allem dafür sorgen, mit dem jeweiligen Untergrund besser verbunden zu bleiben. Unsere Vorfahren haben manch wohltuende Erfahrung mit der Hauswurz gemacht, wenn es sich darum handelte, den eigenen Körper zu umsorgen. Heute geht es mir um deren Verwendung bei den kräfteraubenden Fieberperioden, die wir etwa bei einem grippalen Infekt durchleben müssen. Da ist es in erster Linie einmal wichtig, unter der Decke zu bleiben und dem Leib die nötige Ruhe einzuräumen. Und das Trinken von Flüssigkeit – am besten aus Kräutertees verschiedenster Art – sollte ebenso konsequent beachtet werden. Mit der Dach-Hauswurz kann in diesem Sinne eine weitere Anwendung passieren, die das Fieber begleitet.

Tee und Auflage

1 Esslöffel voll frisch zerquetschte Blätter der Dach-Hauswurz mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrühen. Das Ganze 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Während des Fiebers am besten über den Tag verteilt 2 bis 3 Tassen davon schluckweise trinken. Zudem ist es möglich, leicht zerdrückte Dach-Hauswurz-Blätter auf die Stirn zu legen, um damit einen kühlenden Effekt von außen in Anspruch zu nehmen. Voraussetzung für all das Geschilderte ist, dass die Dach-Hauswurz in Reichweite zur Verfügung steht und immer von einem sauberen Standort entnommen wird. www.kraeuterpfarrer.at

Dach-Hauswurz (Sempervivum tectorum) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum