Abendliche Stimmpflege
15. Januar 2026Mit Kümmel und Milch
Wenn‘s draußen stürmt, regnet oder schneit, dann ist es wohl das Beste, sein trautes Heim zu hüten und nach Möglichkeit die Unbill des Wetters vorüberziehen zu lassen. Nun, irgendwann wird man sich dennoch den rauen Gegebenheiten stellen müssen und auf dem Weg zur Arbeit oder beim Einkaufen in Kauf zu nehmen. Um bei derlei Umständen die Stimme zu pflegen, die leicht zur Heiserkeit neigen kann, gibt es etwas Altbewährtes. Ich denke hierbei an den Kümmel (Carum carvi). Wohl kommt uns mit diesem Namen ein Gewürz in den Sinn, das nicht selten auf dem Schweinsbraten landet. Doch können die schmackhaften Samenkörner auch für gesundheitliche Belange etwas bereitstellen. Die ätherischen Öle, die sich in den Früchten des Doldenblütlers Kümmel befinden, sind dafür ausschlaggebend. Bei Heiserkeit und einem oft daraus entstehenden Husten gilt es vor allem, den in den Bronchien sich vermehrt bildenden Schleim zu lösen und eine keimwidrige Kraft zum Einsatz zu bringen, die eine Entzündung des Atem- und Stimmbereichs in Grenzen zu halten vermag. Dafür braucht es einerseits etwas Geduld und zudem die Unterstützung durch manches Hausmittel. Wenn schon unsere Vorfahren damit eine gute Erfahrung gemacht haben, sollten wir auch gegenwärtig daran anknüpfen und sozusagen die „Erfolgssträhne“ des Kümmels fortsetzen. Und allen Lesern wünsche ich, dass sie ihre Stimme behalten und gut über den Winter bringen.
Am Herd aufkochen
Von in einem Mörser leicht angestoßenen Kümmelkörnern die Menge von 3 Teelöffeln mit 1/4 Liter kalter Milch übergießen. Beides zusammen auf den Herd stellen und kurz aufkochen. Anschließend wegstellen und 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen. Danach erst abseihen. Wer will, kann noch ein bisschen Honig hineinrühren. Die Kümmelmilch schluckweise trinken. Dies geschieht am besten abends, so dass eine angekratzte Stimme vor dem Zubettgehen eine Stärkung erfährt und am nächsten Morgen wieder besser drauf ist. www.kraeuterpfarrer.at
