Frischer Morgenstart

8. Januar 2026

Mit Radieschen im Winter

Wer in diesen Tagen nach einer Erfrischung sucht, braucht wohl nur vor die Haustür zu gehen. Die tiefen Außentemperaturen bewirken dann wohl das Ihre. Da heißt es sich warm anziehen, um nicht krank zu werden. Unser Immunsystem benötigt aber mehr als einen wollenen Pullover und dicke Socken. Und manches kann gleich zu Tagesbeginn dafür genossen werden. Mir liegt es am Herzen, die Radieschen (Raphanus sativus var. sativus) wieder einmal in Erinnerung zu rufen. Die Pflanze zählt in der botanischen Klassifizierung zu den Kreuzblütengewächsen, wie auch z. B. der Raps, die Rauken, der Senf und das Hirtentäschel. Gerne werden Radieschen im Sommer gesät und nach einer Zeit des Wachsens aus der Erde gezogen. Gegenwärtig stehen sie uns in den Gemüseregalen der Einkaufsmärkte zur Verfügung. In den Radieschen stecken eine Reihe von Vitaminen und Mineralstoffen. Die darin ebenso enthaltenen Senfölverbindungen zeichnen für den scharfen Geschmack verantwortlich, der sich beim Verzehr des Gemüses auf dem Gaumen und auf der Zunge kundtut. Diese Empfindung gibt gleichzeitig einen Verweis auf die antioxidativen und zugleich antibiotischen Effekte, die beim Verzehr der Radieschen entgegengenommen werden können. Eine Erfrischung am Gaumen ist daher willkommen, selbst wenn es draußen megakalt ist.

Vor dem Frühstück

Lediglich ein Radieschen, das vorher gründlich abgewaschen wird, in Scheiben schneiden. Danach auf nüchternen Magen nach und nach in den Mund nehmen, gut durchkauen und hinunterschlucken. Ein wenig Schärfe auf dem Gaumen in Kauf nehmen, um auf diese Weise schon vor dem Frühstück das Immunsystem zu unterstützen. Gerade dann, wenn es frostige Außentemperaturen gibt, ist dies ein Weg, um allfälligen Erkältungskrankheiten besser entgegenzutreten. www.kraeuterpfarrer.at

Radieschen (Raphanus sativus var. sativus) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum

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