Ein königliches Küchenkraut
6. Januar 2026Basilikum birgt entspannende Wirkung
Heute, da die Drei Könige aus dem Morgenland zum Christuskind ziehen und es anbeten, feiern wir noch einmal auf eine ganz eigene Weise das Weihnachtsfest. Dies ist seit Jahrhunderten im Festkalender der Kirche eingeschrieben. Da und dort waren auch schon die Sternsinger unübersehbar, die sich als Könige verkleidet in den Dienst der helfenden Sache gestellt haben. Es gibt übrigens auch ein königliches Kraut, das eine beruhigende Souveränität ausstrahlt. Es heißt Basilikum (Ocimum basilicum) und birgt in seinem wissenschaftlichen Namen die griechische Bezeichnung für einen gekrönten Regenten (basileus). Dieses frostempfindliche Kraut benötigt eine geschützte Überwinterung und steht jetzt ohnehin in Töpfen auf der Fensterbank bereit, um dann und wann als Würze blattweise abgezupft zu werden. In dem Gewächs ist eine Menge an ätherischen Ölen und Mineralstoffen eingelagert, die unserer Physis guttun. Wer nun ein flaues Gefühl im Bauch bemerkt, sei gut beraten, sich dem Basilikum zuzuwenden. Denn es unterstützt die Vorgänge im Magen und im Darm auf eine sanfte Weise. Es entfaltet z. B. eine blähungswidrige Wirkung. Zusätzlich profitiert unser Nervenkostüm von der Verwendung dieses duftenden Küchenkrautes. Gerade dann, wenn der Schlaf unter einer angespannten Stimmung leidet, kann ein Aufguss mit dem Basilikum auch nicht schaden.
Aufguss mit grünen Blättern
Von frisch abgezupften und kleingeschnittenen Blättern des Basilikums 3 Teelöffel voll nehmen und mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. Danach 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Den Kräutertee abseihen und bei annehmbarer Temperatur schluckweise trinken. Auf jeden Fall ungesüßt zu sich nehmen. Wer einen seichten Schlaf hat und des Nächtens nur schwer zur Ruhe und Entspannung kommt, kann jeweils am frühen Abend 1 Tasse dieses Aufgusses genießen. www.kraeuterpfarrer.at
