Den Speichelfluss anreichern
29. August 2025Alantwurzel kauen
Wer durch einen Kräutergarten geht, entdeckt oft herrlich anmutende Blüten, die kleinen Sonnenblumen ähneln. Sitzen diese auf mannshoch aufragenden Pflanzen, die mit großen Blättern ausgestattet sind, so kann der Betrachter davon ausgehen, dass er vor den Exemplaren vom Alant (Inula helenium) steht. Dieser Korbblütler findet sich vielerorts auch in den privaten Gärten, weil das emporstrebende Gewächs einen natürlichen Sichtschutz bietet. Eine große Pflanze steht auch auf einem guten Fundament. Die kräftige Alantwurzel ist gerade für die Naturheilkunde von Interesse. Darin sind zahlreiche Wirkstoffe enthalten wie z. B. das namensgebende Inulin. Dazu kommen noch ätherisches Öl, Schleim- und Bitterstoffe, Kampfer und Harz neben weiteren pflanzlichen Wirksubstanzen. Die Weisheit unserer Vorfahren bekundet uns heute noch, dass es verschiedenste Arten der Aufbereitung der Alantwurzel gibt. Ein altes Hausmittel rät übrigens dazu, mit dieser Kräutergabe den Verdauungstrakt in gutem Zustand zu halten. Mit dem heutigen Tipp möchte ich daher einmal die wichtige Funktion des Speichels ansprechen, der dazu angetan ist, die aufgenommene Nahrung im Mund gleitfähiger zu machen, was wiederum zu einem guten Schlucken des Essens verhilft. Der Speichel stellt zugleich ein Transportmittel dar, wenn es gilt, gute Effekte – wie sie in der Alantwurzel vorhanden sind – an die richtige Adresse namens Magen und Darm weiterzuleiten.
Stückweise in den Mund nehmen
Vorerst eine gereinigte Wurzel des Alants mundgerecht zerkleinern. Ca. ½ Stunde vor dem Essen ein Stück der frischen oder getrockneten Alantwurzel in den Mund nehmen und gut durchkauen. Dabei löst der Speichelfluss aus dem Wurzelstück die Inhaltsstoffe und bringt sie über die Speiseröhre auf den Weg Richtung Verdauungstrakt. Das hilft auf sanfte Weise mit, Magen und Darm zu stärken und bei Problemen in diesen Organen zu deren Besserung beizutragen. www.kraeuterpfarrer.at