Bei Insektenstichen

21. August 2025

Frauenmantel liefert lindernde Blätter

Die Abende, die wir nun noch nutzen, um ein bisschen im Freien zusammenzusitzen, sind ein wahrer Genuss. Die Freude darüber kann aber schnell getrübt werden, wenn sich ungebeten Gäste dazugesellen. Sie kommen nicht zu Fuß daher, sondern nutzen den Luftweg, um sich unserer Haut nähern zu können. Alle wissen wohl, dass ich Mücken bzw. Gelsen meine, die durch ihre Stiche zur Plage werden können. Der Gewöhnliche Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) ist ein Gewächs, das sich ebenfalls im Sommer voll entwickelt hat und nun abholbereit auf den Wiesen und in den Gärten präsent ist. Dieses zur Familie der Rosengewächse zählende Gewächs ist schon seit Jahrhunderten ein guter Begleiter des Menschen, denn in den Blättern des Frauenmantels bergen sich nutzvolle Inhaltsstoffe. Das sind in erster Linie Gerbstoffe und Flavonoide, aber auch Saponine, Bitterstoffe, Karotinoide und Salicylsäure. Mit dem heutigen Ratschlag möchte ich eine äußerliche Anwendung der Blätter empfehlen. Wenn sich jemand in der freien Natur aufhält und von zu Hause ein gutes Stück weg ist, kann es ein Vorteil sein, um manch wohltuende Kraft der Heilpflanzen zu wissen. Das ist dann sicher der Fall, wenn die Mücken wieder ausrücken und die ungeschützte Haut als Landeplatz ansteuern. Mit dem Frauenmantel kann man die Folgen derartiger Angriffe zumindest abfedern.

Auflage bei Mückenstichen

Von sauberen Standorten die Blätter des Frauenmantels nach Möglichkeit reinigen und dann etwas anquetschen bzw. zerrebeln. Haben Mücken es geschafft, uns Stiche zu versetzen, so legt man die Blätter des Frauenmantels einfach auf und drückt sie ein paar Minuten mit der Hand auf die betroffenen Stellen. Danach wieder abnehmen. Dies trägt dazu bei, dass die Stichbeulen schnell abschwellen, weniger jucken und am nächsten Tag kaum mehr Folgen dieser summenden Attacken festzustellen sind. www.kraeuterpfarrer.at

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris), © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya