Empfindliche Haut mit den Blättern der Heidelbeere straffen

18. August 2025

Die sommerliche Erntezeit kennt verschiedene Zielrichtungen. Alles, was auf den Feldern und in den Gärten die Reife erreicht hat, wurde und wird nach Möglichkeit eingebracht, egal, ob es sich dabei um Korn oder Obst handelt. In den Wäldern wiederum suchen wir jetzt vergebens nach Blaubeeren, denn ihre Frist ist bereits abgelaufen. Aber es gibt noch die Blätter der heimischen Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus), die uns gut anstehen, wenn es die Haut zu stärken gilt. Die grünen Wuchsteile der Zwergsträucher bewahren den Waldboden vor dem Austrocknen und sind überdies gesundheitsfördernd. Sie beinhalten nämlich Gerbstoffe, Flavonoide, Carbonsäuren und Iridoide. Die Heidelbeerblätter, die man in der Regel noch vor der Blütezeit der Gewächse abzupft und trocknet, können dann das ganze Jahr über zu verschiedenen Anlässen aufbereitet werden. Nun geht es uns heute darum, wie diese grünen Gaben des Waldes und seiner Wegränder unsere Haut pflegen und stärken können. Eine empfindliche Oberfläche der Körperaußenschicht neigt bei voranschreitendem Alter zur Bildung von Fältchen. Gleichzeitig wird auch das Gewebe unter der Haut schlaffer. Und wenn sich Ekzeme bilden, braucht es erst recht eine Möglichkeit, diese wiederum abheilen zu lassen. Für all diese Themen hat das Heidelbeerblatt etwas zu bieten.

Badezusatz anrichten

100 bis 120 g getrocknete Heidelbeerblätter vorerst in einem Topf mit 2 bis 3 Liter kaltem Wasser übergießen. Sodann auf den Herd stellen und kurz aufkochen. Dann wieder von der Kochplatte nehmen und ca. 20 Minuten lang zugedeckt stehen lassen. Zum Schluss abseihen und als Badezusatz ins warme Wasser leeren. 1/4 Stunde lang ein wohltuendes Ganzkörperbad durchführen. Nachher heraussteigen und die Haut gründlich abtrocknen. Die zusammenziehende Wirkung des Heidelbeergrüns wirkt sich straffend und zugleich entzündungshemmend auf die Körperoberfläche aus.  www.kraeuterpfarrer.at

 

Heidelbeerstaude mit Früchten (Vaccinium myrtillus)

Heidelbeerstaude mit Früchten (Vaccinium myrtillus), © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya