Sonnenblumen: Heilsame Kraft vom Feld
8. August 2025Momentan werde ich immer auf eine wunderbare Augenweide angesprochen, die sich all jenen auftut, die durch agrarisch geprägte Landschaft fahren. Je mehr die Kornfelder bar ihrer Frucht daliegen, umso mehr treten die Breiten mit den Sonnenblumen (Helianthus annuus) in den Vordergrund. Solange diese Pracht währt, ist es an der Zeit, um an die Verwendung der Blütenblätter zu denken, die u. a. der Verdauung guttun können. Gewiss zielen die Landwirte auf die Produktion der Samenkörner ab. Aber als Hausmittel erweisen sich nun ebenfalls die Blütenblätter als brauchbar. In diesen goldgelben Wuchsteilen der Sonnenblumen bergen sich vor allem Schleim- und Gerbstoffe sowie darüber hinaus noch Substanzen, die sich bei deren Verwendung als antibakteriell herausstellen können. Im Wissen darum liegt es also nahe, sich dieser sympathischen natürlichen Gaben auch zu bedienen. In erster Linie denke ich dabei an die Entzündung der oberen Atemwege. Dieses Leiden wird wohl im bevorstehenden Winter des Öfteren an der Tagesordnung stehen. Doch das ist nicht das Einzige. Im Anliegen, die Reinigung des Blutes zu forcieren, bieten Sonnenblumenblüten ebenso eine Unterstützung. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, bei Blähungen und Durchfall auf sie zurückzugreifen. Am besten geht man nun daran, die Blütenblätter zu ernten und sie gründlich zu trocknen. Fachgerecht aufbewahrt, stehen sie dann für die kommenden Monate zur Verfügung.
Sonnenblumenblüten aufbereiten
Gut getrocknete Blütenblätter der Sonnenblumen (aus biologischem Anbau) in einem ausreichenden Maß in einen Mörser geben und so lange zerstoßen und zerreiben, bis ein Pulver daraus entsteht. Davon ein paar Mal am Tag 1 Messerspitze voll zu sich nehmen. Sinnvoll ist dies bei Problemen mit der Verdauung wie bei einem vorübergehenden Durchfall. Ein Tee wiederum wird im Heißaufguss zubereitet, wobei man 2 Teelöffel der getrockneten Blütenblätter mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrüht. Nach 15 Minuten abseihen. Bei Erkältung schluckweise trinken, ev. mit etwas Honig gesüßt. www.kraeuterpfarrer.at
