Wenn die Brombeeren blühen
5. Mai 2025Das Zahnfleisch damit stärken
Im Reigen der Natur gibt es eine augenfällige Steigerung im Wachstum der Vegetation. Nach und nach werden gleichsam immer mehr Register dahingehend gezogen. Es ist eine wahre Freude, dieser Entwicklung zuzusehen. Um nun nicht nur angemessen zu staunen, sondern ebenso die Chance verschiedenster Angebote aus Wald, Flur und Garten zu nutzen, möchte ich an die Brombeerhecken (Rubus fruticosus) erinnern, die sich ebenfalls für den kommenden Sommer bereits neu eingekleidet haben. Sobald ihre Ranken Blüten ansetzen, ist es Zeit, an eine das Gewächs schonende Ernte zu gehen. Diese ist derart gestaltet, dass hierbei einige Blütenknospen sowie bereits geöffnete Blüten und auch noch weiche junge Blätter vorsichtig abgezupft werden. Darin befinden sich nämlich Gerbstoffe und andere adstringierende (zusammenziehende) Substanzen, die u. a. für eine vorbeugende und naturkonforme Mundpflege geeignet sind. Von Kindesbeinen an bis ins hohe Alter können wir dabei keine Pause einlegen, sondern müssen danach trachten, die Kieferpartien und die Schleimhäute der Innenwangen möglichst gesund zu erhalten. Andernfalls kommt es zu Problemen, die äußerst unangenehme Folgen nach sich ziehen können. Im heute beschriebenen Hausmittel spielen nun die Brombeertriebe eine Hauptrolle. Wer klug ist, weiß ihre Kraft zu schätzen.
Warme Mundspülungen
Einige Blütenknospen, Blüten und junge frische Blätter von Brombeertrieben sammeln und gegebenenfalls zerkleinern. 1 Esslöffel davon mit 1/4 Liter siedendem Wasser abbrühen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, hernach abseihen. Ziemlich warm damit Mundspülungen durchführen. Dies wirkt einer Schwächung des Zahnfleisches entgegen. Zugleich ist jene Maßnahme dazu angetan, ein mögliches Auftreten von entzündlichen Herden und Fisteln auf der Wangeninnenfläche hintanzuhalten. Solange das frische Angebot seitens der Brombeerhecken zur Verfügung steht, wiederholte Male anwenden, um einen gewünschten Erfolg zu erzielen. www.kraeuterpfarrer.at

Brombeerranken mit Blüten und Früchten (Rubus fruticosus) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya