Wärme im Magen

2. April 2025

Mit Hopfen und Kümmel bereitstellen                                                                                                                                 

Noch gilt es, sich auf Ostern vorzubereiten und daher das Fasten nicht aus dem Blick zu verlieren, das sehr unterschiedlich gestaltet werden kann. Damit wir bei der Reduktion von herzhafter Kost und dem Verzicht auf kulinarische Annehmlichkeiten gut drauf bleiben, ist es sinnvoll, besonders auf die Verdauung zu schauen. Um nun den Organismus von innen her zu kräftigen und gegebenenfalls aufzuwärmen, stehen zwei pflanzliche Helfer parat: der Hopfen (Humulus lupulus) und der Kümmel (Carum carvi). Beim Brauen von Bier etwa wird der Hopfen herangezogen, wenngleich auch nur in geringer Menge. Es sind die Bitterstoffe, die sich als konservierend erweisen. Sie tun ebenso unserer Verdauung gut. Der Kümmel wiederum ist mit seinen Samenkörnern ein beliebtes Gewürz, das bereits in der Antike eine große Rolle spielte. Das ätherische Öl, das im Kümmel vorhanden ist, hat eine keimwidrige Kraft und hilft mit, Gärungsprozesse, die im Zuge der Verarbeitung aufgenommener Nahrung einsetzen können, zu zügeln. Will jemand nun den Magen von innen her unterstützen, wärmen und gleichzeitig stärken, so ist es empfehlenswert, dies mit einer bewährten pflanzlichen Begleitung zu tun. Sehr viele haben in dieser Hinsicht bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit den Erkenntnissen der Klostermedizin gemacht. Das kann mit Hopfen und Kümmel eine nutzbringende Fortsetzung finden.

 

Ein wärmender Tee 

Getrocknete und zerkleinerte weibliche Hopfenblüten mit im Mörser leicht angestoßenen Kümmelkörnern im gleichen Gewichtsverhältnis mischen. 2 Teelöffel davon mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrühen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, danach abseihen. Ungesüßt bedächtig schluckweise trinken. Auf diese Weise erfährt der Magen eine gute Unterstützung. Der Tee wärmt von innen her den ganzen Körper auf und verleiht zudem neue Kräfte. Das kann u. a. all jenen zugutekommen, die trotz einer Fastenperiode gleichzeitig im Berufsalltag stehen und sich dort bewähren müssen. www.kraeuterpfarrer.at

 

Hopfen (Humulus lupulus) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya