Unterstützung für die Ohren
1. März 2025Die Dach-Hauswurz auspressen
Wenn jemand gut hören kann, ist dies sicher von sehr großem Vorteil. Immerhin erleichtert es wesentlich die Kommunikation beim Gespräch und auch sonst kann es nicht schaden, seine Umgebung akustisch gut wahrzunehmen. So will ich heute die Aufmerksamkeit auf unsere Ohren hinlenken und ein Heilgewächs benennen, das für sie hilfreich sein kann. Es ist die Dach-Hauswurz (Sempervivum tectorum). Dieses Dickblattgewächs hat kein Problem, auf Mauern und selbst auf flach geneigten Dachziegeln zu gedeihen. Die zierende Pflanze kommt nämlich mit ganz wenig Wasser aus, das von den Niederschlägen stammt. Gerbstoffe, Schleimstoffe, verschiedene Säuren, Bitterstoffe und Harz zählen zu den Inhaltssubstanzen der Hauswurz. In der Regel wird sie für äußerliche Anwendungen herangezogen. Laut den Erfahrungen der praktizierten pflanzlichen Begleitung des Alltags weiß man schon lange um die wohltuenden Effekte, die für die menschlichen Ohren dabei abfallen. Nicht wenige klagen zum Beispiel über Schmerzen in diesem Bereich. Dies geschieht meist dann, wenn ein Aufenthalt in einem zugigen oder nasskalten Milieu eine Entzündung des Gehörganges nach sich zieht. Gewiss ist es vor allem wichtig, die ärztliche Beurteilung einzuholen, wenn jemand Probleme an den Ohren oder im damit verbundenen Bereich hat. Zusätzlich kann ebenfalls eine pflanzliche Unterstützung Sinn machen und die Beschwerden erträglich werden lassen.
Saft aus Blättern pressen
Frisch aus der Rosette gebrochene Blätter der Dach-Hauswurz vorerst leicht anquetschen. Danach den darin enthaltenen Saft auspressen. Bei Ohrenschmerzen, deren Auftreten durch Kälte oder Zugluft begründet ist, können 2-mal pro Tag 4 bis 5 Tropfen des Hauswurzsaftes in den äußeren Gehörgang geträufelt werden. Ebenso ist es möglich, einen Wattebausch damit zu tränken und diesen eine Weile im Ohr zu belassen. Ganz wichtig ist es, damit aber ja nicht das Trommelfell zu beeinträchtigen! www.kraeuterpfarrer.at
Dach-Hauswurz (Sempervivum tectorum) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya