Für eine gute Blasentätigkeit
27. Februar 2025Heidekraut aufbrühen
Kräuter sind dazu da, um uns in den alltäglichen Anliegen eine Unterstützung anzubieten. Es ist ja nicht unbedingt angesagt, sich von der Wirkkraft der Pflanzen Wunder zu erwarten. Vielmehr gilt es, diese Gaben der Schöpfung jeweils maßvoll und entsprechend einzusetzen. In Bezug auf die Blasentätigkeit und auf die damit verbundene Abgabe des Harns kann uns etwa das Heidekraut (Calluna vulgaris) seine Dienste anbieten. Es wächst vornehmlich auf trockenen Böschungen, in lichten Wäldern und vermag auch äußerst karge Dünen zu besiedeln. Dennoch kann man es ebenso an wechselfeuchten Standorten antreffen. Als Inhaltsstoffe des Heidekrautes sind vor allem Gerbstoffe, Flavonoide und das Glykosid Arbutin zu nennen. Die Erfahrungen der Kloster- und Volksmedizin haben gezeigt, dass schon unsere Vorfahren das Heidekraut in Bezug auf eine Stärkung der Blase verwendet haben. Diese ist schließlich rund um die Uhr gefordert, weil sich vor allem nach dem Konsum von Getränken und Flüssigkeiten vieles ansammelt, was wieder abgeführt werden muss. Mit diesem Prozess findet auch die Ausleitung unbrauchbarer Stoffe aus unserem Körper statt. Die Blase steht in einem engen Zusammenhang mit den Nieren und bei Männern über den Harnleiter mit der Prostata. Nicht selten benötigen Herr und Frau Österreicher eine Unterstützung, die auf sanfte und natürliche Weise mithilft, bessere Umstände für die Blase herbeizuführen.
Begleitender Tee
2 Teelöffel voll getrocknete und zerkleinerte blühende Triebspitzen des Heidekrauts mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. Anschließend vor dem Abseihen noch 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Abends 1 Stunde vor dem Schlafengehen den warmen Tee schluckweise und ungesüßt trinken. Das kann sich auf eine geregelte Tätigkeit der Blase förderlich auswirken und ist auch bei Problemen mit der Prostata als begleitende Maßnahme zu empfehlen, sofern es mit einer medikamentösen Therapie kompatibel erscheint. www.kraeuterpfarrer.at
Heidekraut oder Besenheide (Calluna vulgaris) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya