Gesundes Naschen

16. Februar 2025

Honig hat seine guten Seiten

Wer würde wohl nicht die Momente kennen, da einem plötzlich danach ist, etwas Süßes zu ergattern und den Gaumen damit zufrieden zu stellen? Mit einem derartigen Gefühl sollten wir nicht unbedingt in den Supermarkt gehen. Denn wer weiß, was dann alles im Einkaufswagen landet! Und dennoch möchte ich heute genau bei diesem Thema bleiben. Es sind die Bienen, die uns im Honig (lateinisch: Mel) etwas Köstliches zur Verfügung stellen. Sie sammeln, solange dies der Jahreszeit gemäß möglich ist, von verschiedensten Blüten den Nektar und den Pollen, um diese Gaben der Pflanzen dann in ihren Waben zu speichern. Unsere Imker sind seit jeher bemüht, verschiedenste Sorten an Honig bereitzustellen und feilzubieten. Als in den vergangenen Frühsommerwochen in milden Regionen bei den Kastanien – genauer die Edelkastanien (Castanea sativa) – ihre Zweige mit den Blüten besetzt waren, war es höchst an der Zeit, dass die Immen diese Saison voll nutzten. Auf jene Weise wurde die süße und zugleich herbe Tracht maßgeblich von einem Baum und dessen Angebot bestimmt. Dies macht sich eben beim Edelkastanienhonig im Geschmack bemerkbar. Der hohe Fermentgehalt dieser Bienenkost verleiht ihr eine leichte Herbheit, wie ich oben bereits erwähnte. Natürlich stecken auch andere wertvolle Substanzen im Honig dieser Art wie etwa Vitamine und Nährstoffe. Zudem gibt die süße Gabe einen beruhigenden Effekt an uns weiter, der mithilft, aufgestaute Spannungen abzuleiten und somit besser schlafen zu können. Wie gesagt: Naschen muss nicht immer den erhobenen moralischen Zeigefinger nach sich ziehen. Es kann auch vernünftig und sogar gesundheitsfördernd gestaltet werden.

 

In kleinen Mengen konsumieren

Der charakteristische Geschmack des Edelkastanienhonigs fügt sich gut in manche Speisen und Desserts ein. Bei nervösen Darmstörungen, bei Migräne-Anfälligkeit und auch bei rheumatischen Beschwerden ist es angesagt, ab und zu am Tag ein Teelöfferl davon im Mund zergehen zu lassen und dann zu schlucken. Ebenso liegt es nahe, einen Kräutertee damit zu süßen. Gewiss ist dies nur möglich, wenn der Konsum von Zucker dieser Art auch verträglich ist. Die Diabetiker vor allem wissen darum, wie vorsichtig mit zuckerhaltigen Produkten, wozu auch der Honig zählt, umzugehen ist. Einen qualitätsvollen Edelkastanienhonig von heimischen Imkern erhalten Sie im Kräuterpfarrer-Zentrum: Tel. 0043 2844/7070; E-Mail: bestellung@kraeuterpfarrer.at bzw. im Webshop: https://www.kraeuterpfarrer.at/produkt/edelkastanienhonig/

 

Foto: Reinhard Podolsky

Edelkastanie oder Maroni (Castanea sativa) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya